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Bonner Nordbrücke wird abgerissen. Ersatzneubau soll in zwei Jahren entstehen

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Die Bonner Nordbrücke auf der A565 wird nicht mehr für den Verkehr freigegeben. Nach Abschluss der Schadensanalyse hat die Autobahn GmbH entschieden, die beschädigte Vorlandbrücke abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Für Speditionen und Unternehmen im Rheinland bedeutet das: Die seit Anfang Juni geltenden Umleitungen werden voraussichtlich noch mehrere Jahre bestehen bleiben.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die beschädigte Vorlandbrücke der Bonner Nordbrücke wird abgerissen und neu gebaut.
  • Ein Weiterbetrieb des Bauwerks ist laut Autobahn GmbH nicht möglich.
  • Der Zuschlag für den Abriss soll bereits Mitte Juli erfolgen.
  • Der Ersatzneubau soll innerhalb von maximal zwei Jahren fertiggestellt werden.
  • Die bestehende Sperrung der A565 bleibt bestehen.
  • Vor der Sperrung nutzten rund 90.000 Fahrzeuge täglich die Rheinquerung.

Schadensanalyse bringt Klarheit

Rund zwei Wochen nach der Vollsperrung der Bonner Nordbrücke steht fest: Das Bauwerk kann nicht gerettet werden.

Wie die Autobahn GmbH des Bundes am Donnerstag mitteilte, haben die Untersuchungen ergeben, dass die beschädigte Vorlandbrücke nicht mehr unter Verkehr betrieben werden kann. Das Ergebnis wurde im Lenkungskreis des Bundesverkehrsministeriums vorgestellt. Statt einer Sanierung soll die Brücke nun vollständig abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Die bestehende Sperrung der A565 bleibt damit bestehen. Auch die Straßen unterhalb des Bauwerks bleiben weiterhin gesperrt.

Bund will Abriss und Neubau beschleunigen

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder kündigte ein beschleunigtes Verfahren an.

„Es ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung. Ich weiß, welche Belastung die Sperrung für die Menschen und Unternehmen in der Region bedeutet. Deshalb wollen wir keine Zeit verlieren und starten sofort mit den notwendigen Vorbereitungen“, erklärte der Minister.

Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums soll bereits Mitte Juli der Zuschlag für den Abriss erteilt werden. Noch in diesem Jahr soll die Vergabe für den Ersatzneubau erfolgen.

„Danach wird es zwei Jahre dauern, bis die neue Brücke steht. Unser Ziel ist es, dass wir diese wichtige Verkehrsader zügig wiederherstellen“, sagte Schnieder.

Wichtige Verkehrsachse fällt langfristig aus

Die Bonner Nordbrücke ist Teil der A565 und zählt zu den wichtigsten Rheinquerungen im Raum Bonn.

Vor der Sperrung nutzten nach Angaben der Autobahn GmbH täglich rund 90.000 Fahrzeuge die Verbindung zwischen den links- und rechtsrheinischen Regionen. Bereits seit Februar galt dort ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen. Anfang Juni wurde die Brücke nach der Feststellung weiterer Schäden vollständig gesperrt.

Die nun vorliegende Schadensanalyse bestätigt, dass eine kurzfristige Wiederfreigabe nicht möglich ist.

Umleitungen bleiben bestehen

Für den Güterverkehr bedeutet die Entscheidung, dass die seit der Sperrung eingerichteten Ausweichrouten weiterhin genutzt werden müssen.

Die Autobahn GmbH empfiehlt für den überregionalen Verkehr die großräumigen Umleitungen:

  • über die A555, A4 und A3 für Verkehre zwischen Köln/Bonn und dem rechtsrheinischen Raum,
  • alternativ über die A61 und A48 über den Raum Koblenz.

Für Speditionen, Verlader und Industrieunternehmen im Rheinland dürften zusätzliche Fahrzeiten und höhere Transportkosten damit vorerst ein Thema bleiben.

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