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Rheinbrücke bei Bonn: Neue Gewichtskontrollen für Lkw starten

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An einem der wichtigsten Rheinübergänge in Deutschland wird die Kontrolle von überladenen Lastwagen deutlich verschärft. Ab sofort kommen nördlich von Bonn neue Systeme zum Einsatz, die zu schwere Fahrzeuge frühzeitig erkennen und aus dem Verkehr ziehen sollen.

Hintergrund sind anhaltende Probleme bei der Einhaltung der seit Februar geltenden Beschränkungen. Lastwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen dürfen die Rheinbrücke nicht mehr nutzen. Dennoch wurden weiterhin schwere Fahrzeuge auf der Querung festgestellt – mit der Sorge, dass die ohnehin belastete Konstruktion zusätzlichen Schaden nimmt.

Wiegen während der Fahrt: Kontrollen ohne Anhalten

Seit 10:00 Uhr ist auf Abschnitten der A565 und A555 ein Weigh-in-Motion-System in Betrieb. Die Technik ermittelt das Fahrzeuggewicht im fließenden Verkehr – ein Anhalten allein zum Wiegen ist damit nicht erforderlich.

Installiert wurde die Ausrüstung an mehreren Stellen:

  • A565 Richtung Koblenz, zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nordost und der Anschlussstelle Bonn-Beuel
  • A565 Richtung Siegburg, zwischen Bonn-Endenich und dem Autobahnkreuz Bonn-Nord
  • A555 Richtung Bonn, zwischen Bornheim und dem Autobahnkreuz Bonn-Nord

Zu schwere Fahrzeuge werden erkannt und umgeleitet

Das System kann nicht nur das Gewicht erfassen, sondern unterstützt auch die Identifizierung der Fahrzeuge. Kameras dokumentieren die Kennzeichen, und Fahrerinnen und Fahrer erhalten Hinweise, dass sie die Strecke verlassen müssen.

So sollen Fahrzeuge, die die Vorgaben nicht erfüllen, möglichst zuverlässig abgefangen werden, bevor sie die Brücke erreichen.

Brücke entlasten – statt Sperrung riskieren

Nach Angaben der Straßenverwaltung geht es darum, die Brücke zu entlasten und eine weitere Verschlechterung des Bauwerks zu verhindern. Gleichzeitig soll der Verkehr für alle anderen möglichst störungsfrei weiterlaufen. Als Alternative stünde eine vollständige Sperrung des Übergangs im Raum – mit erheblichen Folgen für den Güterverkehr und den regionalen Transitverkehr.

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