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Trotz Fahrverbot: Tausende Lkw auf maroder A4-Brücke bei Köln unterwegs

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Auf der A4 bei Köln werden die Kontrollen für den Schwerverkehr verschärft. Hintergrund sind Schäden am Bauwerk Eifeltor. Trotz eines seit dem 10. Juni geltenden Fahrverbots für Lkw über 7,5 Tonnen wurden innerhalb weniger Tage mehrere tausend Fahrzeuge auf dem betroffenen Abschnitt registriert. Die Autobahn GmbH schließt weitere Einschränkungen nicht aus.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Das Wichtigste im Überblick

  • Lkw über 7,5 Tonnen dürfen die A4 am Bauwerk Eifeltor nicht mehr befahren.
  • Rund 2.900 Verstöße wurden innerhalb weniger Tage erfasst.
  • 100 Euro Bußgeld drohen pro Verstoß.
  • Der Güterbahnhof Eifeltor bleibt erreichbar.
  • Schrankenanlage soll im Sommer kommen.
  • Autobahn GmbH schließt Vollsperrung nicht aus.

Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen

Die Autobahn GmbH hat die Beschränkungen auf der A4 in Fahrtrichtung Olpe Anfang Juni deutlich verschärft. Seit dem 10. Juni dürfen Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen den Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Köln-Klettenberg und Köln-Eifeltor grundsätzlich nicht mehr befahren.

Nach Angaben der Autobahn GmbH dient die Maßnahme dem Schutz des Bauwerks Eifeltor. Bereits seit Ende April gilt dort ein Überfahrverbot für Fahrzeuge über 44 Tonnen sowie für genehmigungspflichtigen Schwerverkehr.

Trotz dieser Einschränkungen seien weiterhin zu viele und zu schwere Lkw über das Bauwerk gefahren. Zudem würden häufig die vorgeschriebenen Mindestabstände nicht eingehalten, heißt es von der Autobahn GmbH.

Tausende Verstöße innerhalb weniger Tage

Die neuen Regelungen werden offenbar vielfach missachtet.

Wie der WDR unter Berufung auf die Stadt Köln berichtet, wurden allein am vergangenen Wochenende rund 2.000 Lastwagen auf dem betroffenen Abschnitt erfasst. Bereits am Donnerstag und Freitag registrierte die Überwachungsanlage demnach weitere rund 900 Fahrzeuge.

In den ersten Tagen nach Einführung der verschärften Regelungen kontrollierte die Autobahnpolizei den Bereich zeitweise direkt vor Ort und leitete Lkw auf die ausgeschilderten Umleitungsstrecken um. Nach Angaben des WDR nahm die Zahl der Verstöße nach Ende der Kontrollen jedoch wieder deutlich zu.

Großräumige Umleitung eingerichtet

Für den betroffenen Schwerverkehr werden großräumige Umleitungen bereits ab dem Autobahnkreuz Köln-West eingerichtet, um das Bauwerk gezielt zu entlasten.

Quelle: Autobahn GmbH

100 Euro Bußgeld für Halter

Die Überwachung erfolgt über eine spezielle Messanlage, die Fahrzeuge mittels Lasertechnik erfasst.

Laut WDR werden die Aufnahmen anschließend durch Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamtes ausgewertet. Dabei wird geprüft, ob die betroffenen Fahrzeuge tatsächlich unter das Fahrverbot fallen.

Bestätigt sich ein Verstoß, verschickt die Stadt Bußgeldbescheide in Höhe von 100 Euro an die Fahrzeughalter.

Wegen der hohen Zahl an Verfahren muss das Kölner Ordnungsamt nach Angaben des Senders zusätzliches Personal einsetzen.

Güterbahnhof Eifeltor bleibt erreichbar

Für Unternehmen mit Ziel Güterbahnhof Eifeltor hat die Autobahn GmbH lokale Umleitungen eingerichtet.

Der Abschnitt der A4 bis zur Anschlussstelle Köln-Klettenberg bleibt befahrbar. Von dort aus werden Lkw über ausgeschilderte Strecken zum Güterbahnhof geführt.

Die Autobahn GmbH betont zudem, dass der Bereich Eifeltor nicht Teil der Umleitungsstrecken für die gesperrte Bonner Nordbrücke ist.

Vollsperrung nicht ausgeschlossen

Die derzeitigen Maßnahmen gelten als Übergangslösung. Im Laufe des Sommers soll eine Schrankenanlage installiert werden, die die Einhaltung der Gewichtsbeschränkungen technisch überwachen und durchsetzen soll.

Nach Inbetriebnahme der Anlage plant die Autobahn GmbH, den rechten Fahrstreifen wieder für Lkw bis 44 Tonnen freizugeben. Schwerere Fahrzeuge müssten die Autobahn weiterhin bereits an der Anschlussstelle Köln-Klettenberg verlassen.

Sollten die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichen, um das Bauwerk dauerhaft zu entlasten, schließt die Autobahn GmbH nach eigenen Angaben eine vollständige Sperrung der A4 in Fahrtrichtung Olpe bis zur Inbetriebnahme der Schrankenanlage nicht aus.

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