Immer öfter entlarvt die Bundespolizei bei den Kontrollen im Grenzraum vorgezeigte Corona-Testnachweise als Fälschungen.

Das Fälschen von Gesundheitszeugnissen ist kein „Kavaliersdelikt”, sondern eine Straftat. So bekamen in den letzten sieben Tagen ein Österreicher, ein Rumäne und ein Deutscher jeweils eine Strafanzeige.

Einen ursprünglich echten Covid-19-Testnachweis händigte der rumänische LKW-Fahrer aus. Die Beamten erkannten an der Autobahn-Rastanlage Inntal Ost jedoch gleich, dass das Ausstellungsdatum überschrieben worden war. Der 27-Jährige wird daher beschuldigt, sich das Gesundheitszeugnis, das nicht älter als 48 Stunden sein darf, eigenständig verlängert zu haben.

Bei der Kontrolle eines österreichischen Fahrzeugführers fiel den Beamten auf, dass es sich beim ausgehändigten negativen Testnachweis lediglich um die Kopie eines vermutlich echten Gesundheitszeugnisses handelt. Offenkundig hatte der 40-Jährige in der Namenszeile seine eigenen Personalien selbst eingetragen.

Der Österreicher musste auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hin 200 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren hinterlegen. Anschließend wurde er von der Bundespolizei mangels Einreiseberechtigung abgewiesen.  Auch der Rumäne hatte nach Abschluss aller erforderlichen polizeilichen Maßnahmen das Land wieder zu verlassen. Er wird voraussichtlich schon bald mit einem Strafverfahren rechnen müssen.

Ein deutsche PKW-Fahrer händigte hingegen ein Papier aus das einem Testnachweis allenfalls ähnelte. Ersten Ermittlungen zufolge ist die Bescheinigung des 50-jährigen Münchners einschließlich des aufgeführten Arztes frei erfunden.

Foto: Bundespolizei Rosenheim

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