Die Unterbrechungen in Chinas Fabriken aufgrund des Coronavirus legen die Lieferkette lahm und verhindern die Produktion in Betrieben auf der ganzen Welt. Die Ratingagentur Moody’s warnt bereits vor einer globalen Krise.

Derzeit herrscht in Sachen Produktion und Geschäftstätigkeit ohnehin ein Ausnahmezustand in China und Shanghai, denn ein Großteil der Betriebe wie zum Beispiel Nissan, Hyundai, Toyota, BMW und Volkswagen haben seit den chinesischen Neujahrsferien geschlossen Die Regierung hat die Schließung auf den 9. Februar verlängert, informiert der Bund der Auslands-Erwerbstätigen (BDAE).

Eine weitere Verbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas könnte schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben, warnt Atsi Sheth, Geschäftsführer bei Moody’s.

Auch der LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure erwartet Rückwirkungen der Coronavirus-Krise auf die Luftfracht.

Die Streichung aller Lufthansa-Flüge nach China wird sich auf diverse Lieferketten auswirken, die Luftfracht zwischen den Exportnationen Bayern und China enthalten.

Ein großer Teil der Luftfracht auf der Langstrecke wird, insbesondere von München aus, als Beifracht auf Passagierflügen befördert, erklärt Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS. Mit dem Wegfall dieser Kapazitäten müssen Luftfracht-Speditionen neue Wege finden, um die gebuchten Frachten zu befördern.

Da auch andere europäische Airlines ihren China-Verkehr reduzieren oder befristet einstellen, ist von einer höheren Nachfrage auf Nur-Fracht-Flügen auszugehen.

Aktuell sind am Markt allerdings noch ausreichend Kapazitäten vorhanden, vor allem wenn es bei vorübergehenden Maßnahmen bleibt, so Lehmann.

Jedoch dürfte sich die Nachfrage auf die Preise auswirken.

Foto: Dachser

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