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Es stellt sich heraus, dass sich nicht nur Polen über schlechte Einkommen und Arbeitsbedingungen in der Transportbranche beschweren. Ein deutscher Lastwagenfahrer erzählt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, was ihn an seinem Beruf stört.

Keine Zeit, kein Komfort und wenig Geld

– so beginnt der FAZ-Artikel, in dem Maik spricht, ein 47-jähriger LKW-Fahrer aus Thüringen mit 25-jähriger Berufserfahrung.

Maiks „Haus auf Rädern” ist klein. „Jeder Hund, der über 50 cm groß ist, hat das Recht auf 8 qm Fläche”, sagt der Fahrer. Das ist der Verordnung über den Schutz von Tieren zu entnehmen.

Währenddessen kann der Deutsche, der 1,90 m groβ ist, in seiner Kabine nur zwei Schritte machen. Wenn er auf der Reise ist, ist die Kabine sein Zuhause. „Und er ist fast die ganze Zeit unterwegs”, liest man in der FAZ.

Maiks typischer Tag

Nach nur ein paar Stunden Schlaf im Lkw nutzt Maik die Toilette im Bürogebäude und nimmt eine „Dusche” im Waschbecken. Im Kaffeeautomaten kauft er einen Kaffee, der nach dem Plastikbecher duftet, und macht sich im Morgennebel auf zu seinem ersten Kunden. Der Unternehmer wartet bereits auf die von einem Fahrer aus Italien gelieferten Waren.

Nach dem Entladen wechselt Maik ohne Pause zu einem anderen Kunden. „Einer nach dem anderen. Das Wichtigste ist Stress und Hektik zu überstehen”, betont der Deutsche.

Der Fahrer ist genervt, dass es auf vielen Brücken aufgrund ihrer technischen Gegebenheiten Geschwindigkeitsbeschränkungen für Lkw gibt. „”Es ist eine Schande””, kommentiert er. Außerdem kämpft er täglich um Parkplätze, wenn der Tachograph eine Pause festlegt. Der Deutsche ist auch einmal den „”Planenschlitzern”” zum Opfer gefallen, die seit Jahren das Land unsicher machen.

Viele Schwierigkeiten – niedrige Löhne – fasst der Fahrer seinen Alltag zusammen

Zu dem Stress, schlechter Infrastruktur, schlechter Bedingungen in der Kabine kommt die Konkurrenz aus dem Osten hinzu, die mit ihren niedrigen Preisen Druck auf die westlichen Transportgesellschaften ausübt. „”Wenn ich unterwegs bin, lebe ich sparsam”” – Maik verzichtet auf Currywurst für 8 Euro am Bahnhof und kocht meistens selbst. Er verdient weniger als 30.000 Euro pro Jahr, nicht zu viel für ihn, aber er fährt weiter. „Immerhin ist es sein Job” – lesen wir in der FAZ.

Fot: Trans.INFO

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