Haben Sie News? Erzählen Sie uns davon!

Im Rahmen einer Vortragsveranstaltung hat DB Schenker diese Woche das Citylogistikprojekt unter dem Namen iHUB vorgestellt. IHUB soll den Einsatz von Elektro-LKW in den Flotten von Transportunternehmen testen.

Das iHub ist ein IT-basiertes System, das eine smarte und effiziente Steuerung von LKW-Flotten ermöglichen soll.  Das System ist gedacht für dieselbetriebene und elektrische Fahrzeuge. Größte Herausforderung für die Macher ist es den Nachteil der Nachladenotwendigkeit von e-LKW so zu minimieren,  dass der Einsatz von solchen Fahrzeugen künftig auch im Fernverkehr möglich sein wird und diese dauerhaft in die Güterlogistik integriert werden können.

Zwar sind Gabelstapler oder Flurförderfahrzeuge in den heutigen Logistikzentren meist mit einem elektrischen Antrieb unterwegs, im Fernverkehr und in der Stückgutbereich werden dagegen bislang kaum elektrische Fahrzeuge eingesetzt,so Erik Wirsing, Vice President von Global Innovation.

Die Testphase läuft bereits seit Februar 2016: im Einsatz sind  ein 5,5-Tonner und  8-Tonner.  Für den Testbetrieb wurde die Niederlassung  in Berlin gewählt,  da sie nah an der Innenstadt und in Reichweite von e-LKW liegt. Das Forschungsprojekt soll bis 2019 laufen. An der Entwicklung des Projekts beteiligen sich der e-LKW Hersteller Framo, das Softwarehouse PTV , das Frauenhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden und das Institut für postfossile Logistik in Münster. Zusätzlich wird das Projekt auch  vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt.

Effizienz an erster Stelle

„Für die Branche ist es wichtig, schnell, pünktlich und zuverlässig zu sein”, heißt es seitens DB Schenker.  Deshalb werden die Routen von der Software so berechnet, dass der Elektro-LKW unterwegs nicht zeitaufwendig aufgeladen werden muss. Das System ist so programmiert, dass es nur dann Transportaufträge einem Elektro-LKW zuweist, wenn dieser den Auftrag mit der gleichen Zuverlässigkeit erledigen kann wie ein Diesel-LKW. Die Kapazität der  Batterie wird laufend online überprüft, daraus werden  Handlungsempfehlungen abgeleitet und technologische Vorteile effizient genutzt.

Der Weg zur smarten Citylogistik

Das Projekt iHub soll  zeigen, wie ein IT-gestütztes System LKW-Mischflotten effizient steuern kann, die aus dieselbetriebenen und elektrischen Fahrzeugen bestehen. Ein kompletter Austausch von Diesel-Fahrzeugen gegen E-Fahrzeuge wäre nicht möglich. Man müsse den ganzen Lieferprozess neu definieren und Standzeiten für die Batterieladung einplanen sowie bei der Tourenplanung darauf achten, dass jeder Zwischenhalt möglicherweise kritisch sein könnte, erklärte Wirsing. Deshalb glaubt DB Schenker, dass Mischflotten der Weg zur smarten Citylogistik sind.

Foto:Flickr.com

Kommentare

comments0 Kommentare
thumbnail
Um Benachrichtigungen über Kommentare freizuschalten - gehen Sie zu Ihrem Profil