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Die Deutsche Bahn und die Bundeswehr haben gemeinsam mit fast 40 anderen Unternehmen eine Klage gegen die Lkw-Hersteller eingereicht. Wegen unerlaubten Preisabsprachen fordern sie jetzt von dem Lkw-Kartell Schadenersatz. Seine Höhe wird noch ermittelt.

Das Kartell war 2011 aufgedeckt worden. Die EU-Kommission hatte im Jahr 2016 Geldstrafen gegen vier der Lkw-Hersteller in Höhe von 3,8 Milliarden Euro verhängt. Die VW-Tochter MAN kam als Kronzeuge straffrei davon.

Die Klage gegen Daimler, Iveco, Volvo/Renault, DAF und MAN hat die Bahn am Mittwoch beim Landgericht München eingereicht.

Unter gut 40 Unternehmen, die ihre Ansprüche an die Bahn abgetreten haben, seien Flughafenbetreiber, Handels- und Logistikfirmen. Insgesamt solle es um den Kauf von insgesamt 35.000 Fahrzeugen und ein Einkaufsvolumen von zwei Milliarden Euro gehen. Allein DB Schenker – einer der größten Spediteure in Europa – ist mit mehreren Tausend Lkw betroffen. Die Höhe des Schadens wird noch ermittelt.

Die Deutsche Bahn wird mit aller Konsequenz ihr Recht einfordern. Deshalb freuen wir uns über die Partnerschaft mit der Bundeswehr und den weiteren Unternehmen. Mit den illegalen Preisabsprachen wurde uns und den anderen Geschädigten ein enormer Schaden zugefügt“, so Ulrich Weber, DB-Vorstand Personal und Recht.

ELVIS reicht Klage gegen Daimler ein

Auch die Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure AG (ELVIS) hat gegen den Lkw-Hersteller Daimler wegen verbotener Kartellabsprachen Klage auf Schadensersatz in Höhe von insgesamt fast 180 Millionen Euro erhoben. Etwa 300 Transportfirmen waren Kunden der Hersteller – sie kauften zwischen Januar 1997 und Januar 2011 nach eigener Darstellung 16 600 Lastwagen und zahlten dabei pro Fahrzeug teilweise 10 000 Euro zu viel.

Durch das Kartell haben die großen Hersteller viele kleine Unternehmen massiv geschädigt“, sagte Jochen Eschborn, Chef des Verbundes.

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