Haben Sie News? Erzählen Sie uns davon!

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat sich im Juli etwas aufgehellt und verharrt für das zweite und dritte Quartal bei rund 104 Punkten. Die deutsche Wirtschaft dürfte also weiterhin überdurchschnittlich wachsen, auch wenn sie nicht an die hohen Raten des vergangenen Jahres anknüpfen kann.

Der Aufschwung setzt sich im Umfeld des Handelskonflikts zwischen den USA, der Europäischen Union und China zunächst noch in gemächlicherer Gangart fort, auch wenn sich zuletzt zwischen den USA und der EU zumindest eine gegenseitige Gesprächsbereitschaft abgezeichnet hat, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.

Im zweiten Vierteljahr dürfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent höher ausgefallen sein als im Auftaktquartal (erste Zahlen veröffentlicht das Statistische Bundesamt am 14. August). Im laufenden dritten Quartal wird der Zuwachs dann wohl bei gut 0,4 Prozent liegen.

-
+

Fortsetzung des Aufschwungs?

Die Industrie dürfte die Konjunktur im Sommer wieder spürbarer antreiben als zum Jahresauftakt, so Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland.

Auf dem Arbeitsmarkt deuten die jüngsten Zahlen ebenfalls auf eine Fortsetzung des Aufschwungs hin, allerdings bei geringerem Tempo. Viele Unternehmen werden angesichts der wirtschaftspolitischen Unsicherheiten rund um den Handelsstreit und den Brexit eher vorsichtig disponieren.

Bereits diese Unwägbarkeiten dürften sich in den kommenden Monaten wie Mehltau auf die deutschen Ausfuhren legen, warnt Junker.

Foto: Pixabay.com

Kommentare

comments0 Kommentare
thumbnail
Um Benachrichtigungen über Kommentare freizuschalten - gehen Sie zu Ihrem Profil