Der dänische Logistikkonzern DSV Panalpina hat den vorläufigen Bericht für die erste Jahreshälfte veröffentlicht. Trotz der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind die Ergebnisse im operativen Geschäft unerwartet positiv.

Aus dem Halbjahresbericht geht hervor, dass die Corona-Krise zwar alle Geschäftsbereiche beeinflusst hat, aber trotzdem sind der Gewinn und der Umsatz im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Eine große Bedeutung dabei hatte der verbesserte Gewinn pro Fracht, der den verzeichneten Rückgang von Aktivitäten ausgeglichen hat. Dies war besonders im Bereich der Luftfracht zu sehen.

Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen Ergebnis (Ebit) wurde um 36,5 Prozent von 3,08 Milliarden auf 4,17 Milliarden Dänische Kronen (rund 561 Millionen Euro) gesteigert. Der Umsatz stieg von 40,05 Milliarden Dänische Kronen (2019) auf 56,09 Milliarden Dänische Kronen (ca. 7,5 Milliarden Euro).

Damit gestaltet sich dieses Ergebnis sogar viel besser als in der Zeit vor der Panalpina-Übernahme.

Die letzten Monate haben sich zu Beginn der COVID-19-Krise besser entwickelt als erwartet, und wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, ein EBIT-Wachstum von 63 Prozent vor Sondereinflüssen für das zweite Quartal 2020 und ein Wachstum von 37 Prozent für das erste Halbjahr zu verzeichnen. Ein starkes Kostenmanagement und die weiterhin erfolgreiche Integration von Panalpina waren wichtige Treiber für unsere Ergebnisse. COVID-19 hat zu einer außergewöhnlichen Marktsituation in der Luftfracht beigetragen. Hier konnten wir unseren Kunden helfen und haben vom alten Panalpina-Frachtnetz profitiert, sagt Jens Bjørn Andersen, CEO.

Aufgrund des überraschend starken Halbjahresergebnisses will das Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr 2020 nach oben korrigieren. Beim EBIT hofft DSV Panalpina auf einen Wert zwischen 8,2 und 8,7 Milliarden Dänische Kronen, also 1,1 bis 1,16 Milliarden Euro.

Noch am Jahresanfang war aber der Vorstand von DSV Panalpina nicht besonders zuversichtlich. Ende Februar kündigte der Logistikkonzern an, die Zahl der Arbeitsplätze deutlich zu reduzieren. Sogar 4000 Mitarbeiter konnten ihren Job verlieren.

Foto: de.dsv.com

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