Einer der weltweit führenden Anbieter von Transportlösungen kündigte einen deutlichen Personalabbau an. Sogar 5.000 Mitarbeiter können infolge eines stärken Umsatzrückganges ihre Arbeitsplätze verlieren.

Der letzten Pressemitteilung von Scania zufolge hat die Corona-Krise zu einem starken Umsatzrückgang geführt. Infolge der gravierenden Auswirkungen der Pandemie auf die Geschäftstätigkeit erwarte das Unternehmen, dass die Nachfrage nach seinen Produkten für einige Zeit weiterhin geringer bleibt.

Aus diesem Grund plant der globale Lkw-Hersteller die Arbeitsplätze weltweit zu reduzieren. Nach Angaben von Scania war eine strukturelle Überprüfung ausgewählter Teile des Industrie- und Handelsbetriebs aufgrund der Krise erforderlich. Dank den bisher eingesetzten Maßnahmen, wie z. B. Kurzarbeit wird der Umfang des nötigen Personalabbaus möglichst begrenzt sein.

Der Vorstand und die Gewerkschaften arbeiten zusammen an Lösungen für Kosteneinsparungen, um die Anzahl der zu streichenden Arbeitsplätze zu minimieren. Sie sind sich auch darüber einig, dass neue Fähigkeiten und Kompetenzen zukünftig erworben werden müssen, damit das Unternehmen den Übergang zu neuen Technologien und Geschäftsmodellen meistern kann.

Nichtsdestotrotz wurde bei Scania aufgrund der durchgeführten Überprüfung ein Personalüberschuss festgestellt. Eigenen Angaben zufolge werden ungefähr 5.000 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren, davon ca. 1.000 Angestellte in der schwedischen Zentrale in Södertälje.

 

 

„Die Coronavirus-Krise zwingt uns, das Niveau unserer Geschäftstätigkeit zu reduzieren, und das bedeutet, dass wir weltweit schätzungsweise 5.000 Mitarbeiter zu viel haben. Dies beinhaltet eine Überprüfung von bis zu 1.000 Angestellten in unserer Zentrale in Södertälje“, sagt Henrik Henriksson, President und CEO von Scania.

Um die insgesamt erforderlichen und erheblichen Kosteneinsparungen in den Jahren 2020 und 2021 zu erzielen, arbeitet die Geschäftsleitung mit den Gewerkschaftsvertretern an verschiedenen Maßnahmen zur Kostensenkung, bei denen auch die Anzahl der Berater reduziert wird.

„Wie immer bei Scania werden wir uns bemühen, die Auswirkungen für unsere Mitarbeiter auch in diesen schwierigen Zeiten zu minimieren. Unter den Angestellten-Gewerkschaften befürworten wir fortgeschrittene Reduzierung der Anzahl von Beratern”, erklärt Lisa Lorentzon, Arbeitnehmervertreterin im Verwaltungsrat.

Dies wird wiederum zu einer notwendigen Übertragung der erforderlichen Kompetenzen und Fähigkeiten führen.

„Dies erfordert die Übertragung der erforderlichen Kompetenzen und Fähigkeiten an die fest angestellten Mitarbeiter von Scania – was Teil unseres lokalen Tarifvertrags ist, um das langfristige Überleben des Unternehmens zu sichern”, fügt sie hinzu.

Im nächsten Schritt werden das Management und die Gewerkschaften entsprechende Gespräche einleiten, um die Personalsituation auf organisatorischer Ebene zu überwachen.

Foto: Scania.com

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