Die französische Zollbehörde kündigt eine Verschiebung der ursprünglich für den 1. April 2025 geplanten Einführung des obligatorischen logistischen Umschlags (ELO) an. Die Umsetzung wird nun voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Monats April 2025 beginnen.
Trotz dieser Verzögerung bleibt das verbindliche Umsetzungsdatum unverändert – der 1. September 2025.
ELO ist eine digitale Plattform zur Vereinfachung der Zoll- und Logistikverfahren für LKW, die die Grenze zwischen Frankreich und dem Vereinigten Königreich passieren.
Die Fahrzeugführer werden von der Vereinfachung profitieren, dass sie einen einzigen ELO-Strichcode (pro Fahrzeug) erhalten, der die konsolidierten Daten der PDS-Anmeldung sowie die Einfuhr-, Ausfuhr- und Versandanmeldungen und die relevanten Ladungsinformationen enthält.
Alle Lastkraftwagen müssen einen ELO haben
Jeder LKW, der die smarte Grenze zwischen Frankreich und dem Vereinigten Königreich überquert, benötigt unabhängig von der Nationalität des Fahrers und dem Zulassungsland des Fahrzeugs ab dem 1. September 2025 einen ELO-Barcode. Dies gilt auch für leer fahrende LKW.
„ELO wird das SI-Brexit-System nicht ersetzen, das Frankreich entwickelt und konzipiert hat, um den flüssigen Güterverkehr von und nach Frankreich zu fördern“, heißt es auf der Website der polnischen Zoll- und Steuerplattform.
Neue Verpflichtung für den Frachtführer und Spediteur
Die Erstellung des ELO- Barcodes liegt nicht in der Verantwortung des Fahrers. Stattdessen muss jeder Wirtschaftsbeteiligte, in der Regel ein Frachtführer oder Spediteur, einen „ELO-Verantwortlichen“ benennen. Diese Person sammelt alle erforderlichen Zollerklärungen und Informationen von den Logistikpartnern und stellt sie über die Schnittstelle des französischen Zolls, „Prodouane“, in das ELO-System ein. Die Fahrer müssen an der Grenze nur noch den generierten Strichcode vorlegen, was ihre Abfertigung vereinfacht und den Zeitaufwand an den Zollkontrollstellen verringert.
Ablauf an der Grenze
Wenn der LKW an der Grenze eintrifft (z. B. an einem Fährhafen oder Eurotunnel-Terminal), sollte der Fahrer einen einzigen ELO-Barcode vorzeigen. Die Zollbeamten scannen diesen Code und verknüpfen sofort alle erforderlichen Zollinformationen mit dem Fahrzeug. Dieser automatisierte Prozess ersetzt die derzeitige manuelle Verknüpfung von Zollerklärungen und verringert das Risiko von Fehlern und Verzögerungen erheblich.
Die LKWs werden dann auf die grüne Spur (keine weiteren Kontrollen) oder die orangefarbene Spur (zusätzliche Kontrollen) geleitet, basierend auf einer Risikoanalyse, die automatisch über das zugehörige ICS2-System im ELO durchgeführt wird.
Der französische Zoll hat auf seiner offiziellen Website ausführliche Anleitungen und Hilfestellungen zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen ELO-Website.
Der französische Zoll hat bereits mehrsprachiges Informationsmaterial, Broschüren, Benutzerhandbücher und Online-Videotutorials veröffentlicht, um die Unternehmen bei der Vorbereitung auf diese Änderung zu unterstützen.
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