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Vor dem Hintergrund rekordhoher Insolvenzen zeigt sich Frankreichs Straßengüterverkehr krisenfest

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Frankreichs Straßengüterverkehrssektor beendet das Jahr 2025 in deutlich besserer Verfassung als viele andere Teile der Wirtschaft. Während eine Welle von Insolvenzen zahlreiche Branchen erfasst, erweist sich der Gütertransport weitgehend widerstandsfähig gegenüber dem wirtschaftlichen Druck.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Im Jahr 2025 stellten in Frankreich 931 Transportunternehmen ihren Betrieb ein, ein Anstieg von 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig sank im Segment des Gütertransports die Zahl der Insolvenzen um 9,7 % auf 1.768 Unternehmen – sowohl im Nahverkehr (‑15 %) als auch im Fernverkehr (‑21 %). Diese Zahlen deuten darauf hin, dass der Straßengüterverkehr in einer schwierigen gesamtwirtschaftlichen Phase eine relative Stabilität bewahren konnte.

Während andere Sektoren mit Rekordwerten bei Unternehmensinsolvenzen zu kämpfen hatten, zeigt der Gütertransport eine beachtliche Widerstandsfähigkeit, die ihn vom breiteren Transportmarkt unterscheidet. Der Anstieg der Insolvenzen im Gesamttransport wird vor allem vom B2C‑Transport und Umzugsgewerbe getragen.

Gütertransport bleibt krisenfest

Nach Daten des Analyseunternehmens Altares umfasst der Rückgang der Insolvenzen im Gütertransport sowohl den Nah- als auch den Fernverkehr. Der Straßengüterverkehr bleibt einer der widerstandsfähigeren Sektoren, was seine Fähigkeit widerspiegelt, sich an steigende Betriebskosten und veränderte Marktbedingungen anzupassen.

Experten weisen darauf hin, dass Unternehmen, die sich auf den Transport von Waren für andere Unternehmen konzentrieren, Kosten effektiver steuern und die operative Stabilität aufrechterhalten können – ein erheblicher Vorteil im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld.

B2C-Transport und Umzüge: das schwächste Glied

Im auf Privatkunden ausgerichteten Segment stellt sich die Lage hingegen deutlich schwieriger dar.

  • Bei Umzugsunternehmen stieg die Zahl der Insolvenzen um 32 %,
  • während andere B2C‑Dienstleistungen – etwa Taxi‑, Paket‑ und Essenszustelldienste, um 38,8 % zunahmen, darunter sogar bis zu 220 % bei Hauszustellungen.

Experten weisen darauf hin, dass der B2C‑Transport weiterhin das schwächste Glied im Straßengüterverkehr bleibt. Dies liegt nicht zuletzt an steigenden Kraftstoffkosten und einem veränderten Konsumverhalten. Unternehmen in diesem Segment sind stärker von Nachfrageschwankungen betroffen und verfügen oft nicht über finanzielle Rücklagen, um Krisenphasen langfristig zu überstehen.

Alter schützt nicht vor Krise

Die Datenanalyse zeigt, dass Markterfahrung keine Widerstandsfähigkeit gegenüber finanziellen Schwierigkeiten garantiert. Viele Transportunternehmen, die seit mehr als 15 Jahren tätig sind, haben in den letzten Monaten des Jahres 2025 ihre Aktivität eingestellt, während jüngere Unternehmen besonders anfällig für wirtschaftliche Schocks bleiben.

Anpassung an Markt‑ und Kostendruck bleibt entscheidend

Obwohl der Straßengüterverkehrssektor insgesamt eine relative Stabilität bewahrt, müssen Unternehmen weiterhin strategische Anpassungen vornehmen, um Liquidität zu sichern und ihr Geschäft zukunftsfähig zu gestalten.

Frankreichs Straßengüterverkehrssektor zeigt sich im Jahr 2025 in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld robust. Der Rückgang der Insolvenzen in diesem Segment bestätigt, dass viele Frachtführer Risiken und Betriebskosten effektiv steuern können. Diese Stabilität wird entscheidend dafür sein, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf einem anspruchsvollen europäischen Markt zu sichern.

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