Während die belgische Verkehrspolizei am vergangenen Montag im Rahmen einer europaweiten ROADPOL-Kontrollaktion innerhalb weniger Stunden Bußgelder in Höhe von über 21.000 Euro verhängt hatte, wurden am Mittwoch allein in Bayern 2529 Lastwagen und Busse von Polizeibeamten unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sind beunruhigend.

Am vergangenen Montag hat die belgische Verkehrspolizei verstärkte Kontrollen während der mehrstündigen Aktion „LKW-Transport” im Rahmen der europaweiten „Truck & Bus” – Kampagne von ROADPOL durchgeführt, die in einer Rekordzahl von verhängten Geldbußen resultieren.

Fahrer sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Kontrolldienste trotz der Coronavirus-Pandemie nicht nachsichtiger geworden sind, stellten die Polizeibeamten fest.

Offensichtlich rechnen Lkw-Fahrer damit nicht, dass Lkw-Kontrollen auch trotz des erneuten Höhepunktes der Pandemie durchgeführt werden. Dadurch werden auch die Regeln nicht eingehalten, kommentiert Ben Van Gils, Leiter des belgischen Ministeriums für Straßenverkehr.

Das Projekt startete am frühen Montagmorgen:

Wir haben unsere Aktion um 5:30 Uhr begonnen und um 12:00 beendet. In diesem Zeitraum haben wir Geldbußen in Höhe von rund 21.294 € verhängt. Es ist ein Rekord (…), fügte Ben Van Gils hinzu.

Die höchsten Geldstrafen wurden gegen Fahrer überladener Fahrzeuge verhängt. Insgesamt neun Lkw-Fahrer wurden für diesen Verstoß bestraft, von denen einer bis zu 4,4 Tausend Euro bezahlen musste, weil das zulässige Gesamtgewicht so stark überschritten wurde.

Zwei Trucker mussten jeweils 1.000 Euro bezahlen, weil die technische Inspektion ihrer Fahrzeuge erhebliche Mängel aufzeigte. Ein anderer Fahrer erhielt eine Geldstrafe von 1.198 Euro wegen Nichteinhaltung der Arbeitszeit. Eine weitere Geldstrafe betraf einen Trucker mit fehlender Transportgenehmigung und belief sich auf 1,5 Tausend Euro. Darüber hinaus haben belgische Polizeibeamte während der Aktionen am Montag zwei Fahrer bei ADR-Verstößen erwischt. Sie mussten 2,2 Tausend Euro bezahlen. Die belgische Verkehrspolizei listet auch andere Verstöße auf, wie z. B. Überfahren roter Ampeln oder Fahrten auf unzulässigen Straßen.

Es handelte sich hier um schwerwiegende Verstöße, die sowohl für Lkw-Fahrer als auch für andere Verkehrsteilnehmer ein ernstes Risiko auf den Straßen darstellten. Deshalb möchten wir auch die Arbeitgeber der Fahrer erneut auffordern, die Vorschriften einzuhalten , fasste Van Gils zusammen.

 

Begin deze week hield onze dienst Verkeer een grote controleactie op zwaar vervoer, zoals vrachtwagens en…

Opublikowany przez Lokale Politie Voorkempen Środa, 14 października 2020

49 Fahrzeuge in Bayern stillgelegt

Auch das Bayerische Innenministerium teilte am Donnerstag mit, dass die Polizei während der europaweiten Kontrollaktion 2529 Lastwagen und Busse überprüft hat. In 873 Fällen sind gleich mehrere Verstöße festgestellt worden.

Die Ergebnisse unserer Schwerpunktkontrollen zeigen auf erschreckende Weise, dass sich viel zu viele Lkw-Fahrer trotz hoher Unfallgefahren nicht an die Regeln halten oder mit defekten Fahrzeugen unterwegs sind, erklärte Innenminister Joachim Herrmann.

49 Fahrern wurde aufgrund gravierender Mängel ihrer Fahrzeuge weitere Fahrt verweigert. Dabei handelte es sich unter anderem um defekte Bremsen, unzureichende Beleuchtung und ungeeignete Bereifung. Bei der Kontrolle von Gefahrguttransportern wurden 39 Verstöße notiert.

Wie das Bayerische Innenministerium mitteilt, gab es im ersten Halbjahr 2020 bei Schwerverkehrsunfällen auf Bayerns Straßen 58 Getötete zu beklagen, acht mehr als im Vorjahreszeitraum und dies der trotz Corona-bedingt deutlich geringerem Verkehr.

Das Ministerium betont, dass Lkw-Unfälle für rund ein Viertel der insgesamt im Straßenverkehr getöteten Personen verantwortlich sind, bei einem Anteil von nur etwa vier Prozent an allen Verkehrsunfällen. Für den Innenminister Bayerns ist deshalb klar: „Schwerverkehrsunfälle sind hochgefährlich. Umso mehr setzen wir auf verstärkte Kontrollen mit hochmoderner Technik”.

Foto: Facebook.com/lokalepolitievoorkempen

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