Mit digitalen Lösungen, neuen Sortierkapazitäten und mehr Personal bereit für die Hochsaison: Hermes Germany erwartet im Weihnachtsgeschäft rund 120 Millionen Sendungen. Ein Plus von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wir gehen vom mengenstärksten Weihnachten aller Zeiten aus und rechnen von Oktober bis Dezember mit rund 120 Millionen Sendungen. Damit stellen wir pro Woche ca. 10 Millionen Pakete zu. In manchen Wochen wird der Spitzenwert voraussichtlich sogar bei 12 Millionen liegen“, erläutert Olaf Schabirosky, CEO Hermes Germany.

Trotz dieser Rekordmengen sieht sich der Paketdienst gut aufgestellt: Es wurden frühzeitig entsprechende Investitionen in Standorte und Technologie getätigt sowie auf allen Ebenen intensive Vorbereitungen für die Weihnachtssaison getroffen.

Digitale Lösungen helfen uns nicht nur dabei, unsere Effizienz zu steigern. Sie tragen auch dazu bei, die Zusteller*innen zu unterstützen und zu entlasten. Die Digitalisierung der Paketlogistik bleibt daher ein wesentliches Ziel für uns. Entwicklungen wie unsere digitale Toursortierung, die Tourenplanung via Tablet, die Nutzung von Handscannern, für die wir eine Zustell-App in sieben verschiedenen Sprachen entwickelt haben und die digitale Benachrichtigungskarte sind entscheidende Meilensteine“, betont Olaf Schabirosky.

Leistungsstarke Standorte

Darüber hinaus hat das Unternehmen an seinen multifunktionalen Standorten weitere Ausbaustufen realisiert. So wurden in den hoch technologisierten Logistik-Centern in Leipzig, am Flughafen Münster-Osnabrück und in Graben (bei Augsburg) die Sortierkapazitäten nochmals deutlich erhöht. Und mit dem Depot bei Bremen ist ein neues Verteilzentrum entstanden, in dem täglich 50.000 Sendungen abgewickelt werden können.

Insgesamt steigern wir mit diesen Maßnahmen unsere Sortierkapazitäten in diesem Jahr um rund 30 Prozent und können auch bei signifikanten Mehrmengen – wie zur Weihnachtszeit – eine schnelle Weiterverteilung gewährleisten“, beschreibt Olaf Schabirosky.

Verlässlich unterwegs auf der Letzten Meile

Auch auf der Letzten Meile hat der Paketdienst immens aufgestockt: Insgesamt werden zu Weihnachten bis zu 15.000 Zusteller*innen für Hermes im Einsatz sein. Im Frühjahr waren aufgrund gestiegener Paketmengen bereits 1.500 zusätzliche Paketboten unterwegs. Im Weihnachtsgeschäft kommen nochmals 3.500 weitere Arbeitskräfte hinzu, die vor allem in der Zustellung sowie beim Umschlag in den Logistik-Centern und Depots unterstützen. Die Anstellung erfolgt je nach Verfügbarkeit und Einsatzdauer entweder mit befristetem Arbeitsvertrag oder über tarifgebundene Zeitarbeitsfirmen. Zudem erhöht der Paketdienst seine Transportkapazitäten: Deutschlandweit sind in der Zustellung täglich rund 3.900 zusätzliche Fahrzeuge auf der Straße. Im Langstrecken- und Zulieferverkehr zwischen den Logistik-Centern erweitert Hermes die Flotte um etwa 450 Wechselbrücken- und Sattelzug-LKW.

Corona-Schutzmaßnahmen

Insgesamt ist die Weihnachtssaison mit Blick auf die weitere Entwicklung der Corona-Infektionszahlen und deren Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Deutschen jedoch auch mit Fragezeichen versehen. „Höchste Priorität hat weiterhin der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter*innen, Zusteller*innen und Kund*innen. Bislang greifen unsere Präventionsmaßnahmen und wir hatten kaum Krankheitsfälle zu verzeichnen. Dementsprechend werden wir die bisher getroffenen Corona-Schutzmaßnahmen wie die kontaktlose Zustellung konsequent fortsetzen, kontinuierlich prüfen und falls erforderlich erweitern,“ so Olaf Schabirosky.

Enger Schulterschluss mit dem Handel: Präzise Mengenprognosen erforderlich

Als Versandspitzentage bereitet sich das Unternehmen insbesondere auf den 2., 9. und 10. Dezember vor. Der weihnachtliche Paket-Boom resultiert vor allem aus den deutlich ansteigenden Online-Bestellungen, aber auch die Anzahl privat verschickter Geschenke wird voraussichtlich zunehmen.

In diesem Jahr braucht es aufgrund der erwarteten Rekordmengen einen besonders engen Schulterschluss mit unseren Auftraggeber*innen aus dem Handel. Mit möglichst präzisen Mengenprognosen können wir erforderliches Zusatzpersonal sowie Fahrzeug- und Transportkapazitäten rechtzeitig im Markt sichern. Wir haben im Frühjahr bewiesen, dass wir schnell reagieren und auch bei extremen Mengenschwankungen eine gleichbleibend hohe Zustellqualität gewährleisten. Kurzfristiger Kapazitätsaufbau geht jedoch immer mit höheren Kosten einher, so dass große Zusatzmengen, die Auftraggeber*innen uns unplanmäßig übergeben, entsprechend teurer werden können“, erklärt Olaf Schabirosky.

Wie bereits 2018 und 2019 erhebt Hermes auch in diesem Jahr einen sogenannten Peak-Zuschlag. Der Aufpreis gilt für geschäftliche Auftraggeber vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2020 und beträgt 0,25 Euro. Bezuschlagt werden ausnahmslos alle Sendungen, inklusive Retouren. Privatpakete bleiben zuschlagfrei.

Weihnachtspakete bis 21. Dezember im Hermes PaketShop abgeben

Für Privatkund*innen, die Weihnachtspäckchen und -pakete an Freunde und Verwandte verschicken möchten, gelten in diesem Jahr folgende Abgabefristen: Innerhalb Deutschlands müssen Sendungen bis spätestens 21. Dezember, 12:00 Uhr, in einem der über 16.000 Hermes PaketShops abgegeben werden – dann erfolgt ein garantierter erster Zustellversuch noch bis Heiligabend. Internationale Sendungen sollten bestenfalls vor dem 15. Dezember auf die Reise gebracht werden. Länderspezifische Informationen finden sich auf www.myhermes.de. Wer Pakete an der Haustür abholen lassen möchte, sollte sich ebenfalls den 21. Dezember als spätesten Termin notieren. Abholungen können im Vorfeld online oder über den Kundenservice beauftragt werden. Wie immer gilt: Weihnachtsbestellungen besser frühzeitig tätigen und auch private Sendungen nicht erst auf den letzten Drücker abschicken. So ist eine pünktliche Lieferung meist dann noch gesichert, wenn die Paketzusteller*innen vom Winterwetter ausgebremst werden sollten. Vor allem für Paketempfänger*innen, die tagsüber nicht zu Hause sind, ist der PaketShop eine bequeme Alternative. Die Shops können als Abholpunkte für Onlinebestellungen genutzt werden und bieten häufig verlängerte Öffnungszeiten. Auch private Pakete können von hier aus auf den Weg zu ihren Empfänger*innen gebracht werden.

Foto: Hermes/Willing-Holtz

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