Bildnachweis: Maersk

Maersk baut Landbrücke am Golf aus: 5.000 Container pro Woche

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Maersk weitet seine Landbrücken-Verkehre im Nahen Osten aus. Ziel ist es, wöchentlich rund 5.000 Container per Lkw und Bahn zu transportieren. Hintergrund sind anhaltende Störungen rund um die Straße von Hormuz, die immer mehr Golf-Ladung auf alternative Routen über Land lenken.

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Wie ShippingWatch berichtet, hat die dänische Containerreederei dafür Kapazitäten von etwa 1.200 Lkw und Zügen aufgebaut. Die neuen Korridore führen quer über die Arabische Halbinsel und sollen die Versorgung der Golfmärkte stabil halten – ohne Seegebiete zu nutzen, die derzeit durch Sicherheitsrisiken belastet sind. Dazu zählen neben der Straße von Hormuz auch Bab el-Mandab.

Zu Beginn der Krise sollen rund 47.000 Maersk-Container in Richtung Naher Osten unterwegs gewesen sein. Mehr als 39.000 sind laut Bericht bereits ausgeliefert. Etwa 5.000 warten noch auf den letzten Abschnitt über Land bis zum Empfänger, weitere 3.000 haben die Region noch nicht erreicht.

Aktuell bewegt Maersk demnach etwa 2.000 Container pro Woche über eine rund 1.200 Kilometer lange Landroute nach Ostsaudi-Arabien. Weitere 3.000 Container pro Woche laufen über Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Maersk räumt ein, dass diese Ausweichkorridore teurer und langsamer sind als die klassische Seeroute. Die Verzögerungen bewegten sich jedoch eher im Bereich weniger Tage statt Wochen. So sollen Lieferketten trotz der veränderten Lage im Golfraum weiterlaufen.

Bereits zuvor hatte Maersk angekündigt, zusätzliche Lkw-Kapazitäten von Häfen außerhalb des Golfs zu sichern. Dschidda spielt dabei eine zentrale Rolle als Drehscheibe für Ladung aus Europa. Von dort aus können Container über Land durch die Wüste zu ihren Zielorten weitertransportiert werden.

Buchungen bleiben je nach Route und Ladung eingeschränkt

Der Ausbau der Landbrücke ist Teil laufender Anpassungen im Nahost-Netzwerk. In einem operativen Update vom 25. Mai teilte Maersk mit, multimodale Lösungen in Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Irak weiter auszubauen.

Zu den verfügbaren Landoptionen zählen Exportverkehre als Landbrücke von Dammam, Jubail, Bahrain und Kuwait über den Hafen Dschidda sowie aus dem Irak über den Hafen Akaba. Für Importe nennt Maersk unter anderem Verbindungen von Dschidda nach Riad und Dammam, von Häfen in den VAE – darunter Khor Fakkan, Fujairah, Jebel Ali und Abu Dhabi – zu Zielen im Landesinneren, von Salalah ins Inland Omans, von Khor Fakkan nach Katar für Kühlcontainer-Ladung sowie von Akaba in den Irak.

Allerdings ist die Verfügbarkeit nicht überall gleich. Maersk zufolge sind einige Landbuchungen vorübergehend ausgesetzt. Das betrifft unter anderem bestimmte Verkehre aus den VAE und Katar über Dschidda und omanische Häfen, Verbindungen von Dschidda in die VAE, nach Oman und Katar sowie Transporte von Salalah und Sohar in die VAE, nach Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und Katar.

Auch bei Seebuchungen von und zu Golfmärkten bleiben Einschränkungen bestehen. Ausnahmen hängen laut Maersk von Ziel, Hafen und Ladungsart ab. Sendungen mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen verderblichen Gütern werden – wo möglich – bevorzugt behandelt.

Mehrkosten statt wochenlanger Verzögerungen

Die Lage führt zudem zu zusätzlichen Zuschlägen. Maersk führte im März einen Emergency Freight-Zuschlag für Verkehre von und nach den VAE, Katar, Dammam und Jubail in Saudi-Arabien, Bahrain, Kuwait, Irak sowie Sohar in Oman ein. Begründet wurde dies mit der faktischen Schließung der Straße von Hormuz und dem Bedarf an Ausweichrouten, Zwischenlagerung sowie zusätzlichen Transportlösungen.

Der Zuschlag beträgt 1.800 US-Dollar für einen 20-Fuß-Dry-Container, 3.000 US-Dollar für einen 40- oder 45-Fuß-Dry-Container sowie 3.800 US-Dollar für Reefer-, Spezial-, Out-of-Gauge- und Gefahrgutcontainer.

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