In einem der französischen Departments wurde ein spezielles Schulungsprogramm erarbeitet, in dem Frauen Lkw-Fahrerlaubnis kostenlos erlangen  können. Ist das aber nicht Geschlechterdiskriminierung?

Das Departement Maine-et-Loire hat ein Projekt ins Leben gerufen, im Rahmen dessen Frauen sowohl entsprechende Schulungen abschließen als auch die Fahrerlaubnisprüfung gebührenfrei ablegen können, um einen CE-Führerschein zu erlangen.

Die Idee entstand, weil Frankreich, wie auch andere europäische Länder, mit einem Personalmangel in der Transportbranche kämpft. In diesem Land machen Frauen nur 5 Prozent aller Trucker aus. Es stellt sich aber heraus, dass zahlreiche Arbeitgeber den echten Wunsch zeigen, Frauen als LKW-Fahrer einzustellen.

Dieses Projekt wird als Zusammenarbeit zwischen dem französischen Beschäftigungszentrum RAS Interim und dem ECF-Ausbildungszentrum durchgeführt, heißt es auf dem Portal ouest-france.fr.

Nach der abgeschlossenen Ausbildung erhalten Frauen einen 12-monatigen Lehrvertrag oder einen Vertrag, der im Rahmen der beruflichen Aktivierung von Arbeitslosen geschlossen wird, ebenfalls für einen Zeitraum von 12 Monaten. Nachdem die Lizenz erteilt wird, können Fahrerinnen mit einer weiteren Beschäftigung rechnen.

Ein ähnliches Programm wurde bisher auch in einer der polnischen Städte durchgeführt. Frauen wurden LKW-Führerschein, Trainingsset (darunter umweltfreundliches Fahren) sowie Beschäftigungsgarantie kostenlos angeboten. Es gab viel Interesse, aber die Idee war etwas umstritten. Kritiker wiesen darauf hin, dass das Angebot ein Zeichen für Diskriminierung aufgrund des Geschlechts sei. Diesmal ausnahmsweise Diskriminierung von Männern.

Foto: Trans.Info

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