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Schneller, einfacher, sicherer und ohne unnötige Bürokratie – iranische Fahrer sind weltweit die ersten, die die Vorzüge des digitalen TIR-Verfahrens nutzen können. Das Pilotprogramm hat sich dortzulande als erfolgreich erwiesen. In Kürze soll das TIR-Verfahren  auch in anderen Ländern eingeführt werden.

Nach der Einführung des elektronischen Frachtbriefs (e-CMR) hat  Iran auch intermodale Transporte an der Grenze zur Türkei mit Anwendung des Carnet TIR erfolgreich getestet. Nun sind alle Zollverfahren dortzulande vollständig digitalisiert.

Der nächste Schritt wird die Einführung des Carnet TIR an der Grenze zu Aserbaidschan sein. Darauf haben sich die iranischen und aserbaidschanischen Zollbehörden vor kurzem geeinigt.  Darüber hinaus soll das System auch auf den gesamten Internationalen Nord-Süd-Verkehrskorridor (INSTC) ausgeweitet werden, der Indien,  Iran, Aserbaidschan, Russland und Zentralasien verbindet.

Wie die Internationale Straßentransportunion (IRU) betont, soll der Übergang zum digitalen Carnet TIR sowohl den Behörden als auch den Transportunternehmen Echtzeitzugang auf Daten und die Möglichkeit bieten, diese online zu überwachen. Im Endeffekt können Daten direkt an die zuständigen Grenzübergänge gesendet werden, noch  bevor der LKW diese erreicht.

Mehr Technologie, weniger unnötige Bürokratie

Die digitalen Carnet TIR sind Teil des größeren eTIR-Projekts, dessen Zweck darin besteht, ein vollständig digitales System zu schaffen, so dass alle Zollbehörden Zugang zu denselben Daten haben.

Folgende Lösunge wurden bereits eingeführt:

TIR-Customs Portal – hier werden alle Verfahren von Zollbehörden verwaltet.  Informationen können in Echtzeit mit anderen Institutionen und mit Geschäftspartnern ausgetauscht werden,

TIR-EPD – mittels dieser App können  TIR-Carnet-Besitzer Anmeldungen bei Zollbehörden in verschiedenen Ländern durchführen,

RealSafeTimeTIR – ein Programm, mit dessen Hilfe Zollbeamte den Status und die Gültigkeit einer TIR-Garantie in Echtzeit überprüfen können,

AskTIRWeb – ein Programm zur Verwaltung von diversen Anliegen im Zusammenhang mit dem TIR-Verfahren, so zum Beispiel die Ausstellung von Garantien, die Bearbeitung von Schadensfällen und die Verwaltung von Fahrzeugen oder Genehmigungen.

Foto: Pixabay/manolofranco

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