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Das dänische Parlament hat letzte Woche das neue Gesetz verabschiedet. Fahrer in Dänemark werden das Fahrzeug nicht länger als 25 Stunden auf dem Parkplatz abstellen können. Das neue Verbot wird Routen nach Skandinavien behindern.

Am 1. Juli dieses Jahres wird in Dänemark ein Verbot in Kraft treten, nach dem ein LKW-Fahrer das Fahrzeug nicht länger als 25 Stunden auf Parkplätzen und bei Rasthöfen entlang von Autobahnen parken dürfen wird. In der Praxis bedeutet dies, dass man auf den Straßen in Dänemark keine 45-stündige Ruhezeit erhalten kann. Die dänische Polizei wird sich mit der Durchsetzung der neuen Regeln befassen.

Strenge Geldstrafen

Ab Anfang nächsten Jahres sollten wir auch höhere Geldstrafen in Dänemark erwarten. Die Strafe für illegales Parken wird von 510 auf 2000 Dänische Kronen (300 EUR) erhöht. Die Geldstrafen für das Parken an der Ein- oder Ausfahrt eines Parkplatzes werden auch strenger sein – von 1000 bis zu 3000 Dänische Kronen (ca. 430 EUR).

Kampf mit Nomadentum

Wir haben Sie am Anfang des Jahres darüber informiert, dass die Dänen das „Nomadentum” auf den Straßen beenden wollen. Die Einführung neuer Bestimmungen ist das Ergebnis des Urteils des Gerichtshofs der Europäischen Union, das Ende letzten Jahres verabschiedet wurde.

Ich bin froh, dass wir einen Weg gefunden haben, die Arbeitsbedingungen, die das Nomadentum verstärken, zu bekämpfen, unter Berücksichtigung der praktischen Probleme und Herausforderungen, vor denen die Transportbranche steht, sagte der dänische Transportminister Ole Birk Olesen.

Laut Olesen ist es nicht die Aufgabe des Staates, der Transportbranche kostenlose Einrichtungen zur Verfügung zu stellen, die ihren Bedarf an einem längeren Aufenthalt decken.

Dänische Speditionsfirmen kritisieren das Verbot

Das neue Verbot stieß bei den dänischen Transportunternehmen auf große Ablehnung:

Die Verordnung erschwert den Transport von und nach Dänemark, weil das eingeführte Zeitlimit mit den Regeln für die Arbeits- und Ruhezeiten der Fahrer nicht übereinstimmt, kommentiert für danskindustri.dk Michael Svane von der Dansk Industri Association.

Martin Aabak vom Speditionsverband kritisiert ebenfalls die Vorschriften:

Dies ist keine Lösung, Parkprobleme werden auf die kommunalen Straßen verlagert und die Preise für dänische Unternehmen, die im- und exportieren, werden schließlich steigen.

Außerdem bezweifelt Aabak, dass das Verbot den EU-Vorschriften entsprechen würde – lesen wir auf dem dänischen Transportportal transporttidende.com.

Fot: Trans.INFO

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