Mahle Behr, ein Lieferant von Autoteilen, verwendet in seinen Niederlassungen 4.500 Tausend WBR-Bodenroller. Allein in der Niederlassung in Neustadt in Bayern sind 1.500 im Einsatz. Zum einen dienen die Bodenroller als Transportmittel, zum anderen aber auch als mobile Lager. Sie sind integraler Teil des Projekts „Logistics 2020“, das die gesamte Anlage einschließlich ihrer logistischen Basis  in Übereinstimmung mit den Prinzipien der Lean Production umgestalten soll.

Das Unternehmen Mahle ist auf allen wichtigen globalen Märkten vertreten – es beschäftigt insgesamt rund 75 Tsd. Mitarbeiter in 170 Produktionsstätten. Mahle ist Partner in der Automobil- und Automobilbranche – spezialisiert auf Motorsysteme, Filtration, Elektrik / Mechatronik und Temperiersysteme. In der bayerischen Fabrik des Konzerns auf rund 10.000 qm. Produktionsbereich und 19 Linien werden Fahrzeugklimaanlagen für Audi, BMW, Land Rover, Porsche und Volvo hergestellt.

Lean Manufacturing ist ein Managementsystem, das darauf abzielt, Verschwendung zu reduzieren und unnötige Arbeitsschritte und Verfahren im Produktionsprozess zu vermeiden. Gleichzeitig sollen Produkte und Dienstleistungen von höchster Qualität bei relativ niedrigen Produktionskosten und der Beseitigung von Rohmaterialverschwendung bereitgestellt werden.

Logistik kombiniert mit den Bedürfnissen der Produzenten

– Im Rahmen des Projekts wurde  „FLOWline“ entwickelt, ein neues, schlankes Montagekonzept und „flat storage“, das Lager für die Anforderungen der schlanken Logistik gerecht machen soll. Das Resultat ist die Gründung eines sogenannten schlanken Unternehmens – erklärt Hermann Horneber, Logistikmanager bei der Niederlassung in Neustadt.

Das hausinterne Optimierungsprojekt „Logistik 2020“ basiert auf vier Säulen: Lagerungskonzept, Behälterorganisation, Transportkonzept und standardisierte Arbeit.

Da die interne Logistik bei Mahle Behr genau auf die Anforderungen der Produktion abgestimmt ist, werden Tempo und Zyklen von den Herstellern der Automobilindustrie und ihren Aufträgen vorgegeben. Die benötigten Komponenten müssen pünktlich, in der erforderlichen Menge und in der von den Automobilherstellern geforderten Reihenfolge geliefert werden. Eine wichtige Aufgabe haben in diesem System die WBR-Bodenroller zu erfüllen: die Komplettierung. Die Ladefläche ist an Behälter angepasst, deren Maße den Euro-Normen entsprechen. Das Stapeln der Behälter in einem Stapel spart Platz bei der Lagerung.

Bodenroller bilden ein mobiles Lager

Bei einer so großen Zahl an Teilen und Komponenten ist Logistik entscheidend. Wanzl beteiligt sich am Logistikprozess mit der Lieferung der Bodenroller. Diese werden als Transporter für Kisten, Kommissionierer und als mobiles Lager eingesetzt.

Die Serienausstattung der Wagen ist ähnlich. Die Ladefläche besteht aus Drahtgeflecht, die Wagen verfügen über Zugstangen (um mehrere Wagen zu verbinden), um sogenannte Logistikzüge herstellen zu können. Die Vierräder haben zwei feste und zwei Schwenkräder. Die Lauffläche ist flexibel.

Die Bodenrollen dienen einerseits zum Transport und zur Kommissionierung, andererseits bilden sie ein komplettes mobiles Lager auf der Ladefläche des LKW.

Gabelstapler verlieren ihre Daseinsberechtigung

Wie funktioniert das alles? Nun, nach Erhalt der Lieferung in Neustadt werden die Bodenroller mit Waren, d. h. beladenen und gestapelten Plastikboxen, in ein mobiles Lagerhaus mit einer maximalen Stapelhöhe von bis zu 1,6 m überführt. Dort wird Platz für bis zu 500 Wagen geboten. Das Abladen der Waren erfolgt nach dem Pull-Prinzip (durch die Steuerung des Prozesses nach dem Verbrauch kann so effektiv produziert werden, was der Kunde bestellt hat).

In der Produktion werden die Bodenroller zusammen mit Zugwagen in der von der Bestellung und der Anzahl der zu montierenden Komponenten abhängigen Anzahl verwendet. Gabelstapler werden in Neustadt praktisch nicht genutzt.

Bodenroller sind ideal für zukunftsorientierte industrielle Intralogistik. Sie unterstützen Automobilzulieferer bei Wertschöpfungsprozessen und sorgen für einen hohen Standardisierungsgrad und kürzeste Laufzeiten – bewertet Wolfgang Kaup, Leiter Logistik + Industrie von Wanzl.

Foto: Wanzl

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