Ein Weihnachtsfest wie keines zuvor, wird 2020 in aller Welt gefeiert werden. So wie das Corona-Virus alle Lebensbereiche beeinflusst, sieht sich auch das für den Handel traditionell stärkste Quartal besonderen Rahmenbedingungen gegenüber. Wer im Supply Chain Management dank digitaler Prozesse in der Hochsaison über die nötige Kontrolle durch ein Optimum an Transparenz verfügt, kann bei seinen Kunden sehr gut punkten.

„Black Friday: 3 Tipps, wie sich Onlinehändler auf den Ansturm vorbereiten. … Jetzt beginnt für Onlinehändler die umsatzstärkste Zeit des Jahres.“ Die Schlagzeile eines bekannten deutschsprachigen Internetportals für E-Commerce Ende November war nur eine von vielen in der Fachöffentlichkeit. Der bereits erwähnte Black Friday, der Singles Day, der Cyber Monday, teilweise schon zur Cyber Week verlängert, und der ebenso bekannte Prime Day sind nur die prominentesten Anlässe, die Druck auf den Handel und die für ihn tätigen Logistiker ausüben. Dies alles wird dann noch meist von der alljährlichen vorweihnachtlichen Paketflut getoppt.

Auf Konsumentenseite spielt das Thema in einem Jahr, in dem die Logistik schon einmal ihre Systemrelevanz vor den Augen der Weltöffentlichkeit bewiesen hat und die empfohlenen Einschränkungen bei den Kontakten mehr Geschäft ins Netz verlagern, eine noch größere Rolle als in früheren Peak Seasons. Schon lange gilt das 4. Quartal mit dem fast auf dem gesamten Globus gefeierten Weihnachtsfest als die Hochsaison im interkontinentalen Warenaustausch. Durch Lockdown-Phasen im Frühjahr, Nachholeffekte im Sommer und die in der 2. Pandemiewelle auftretenden Verzerrungen müssen von den Logistikern traditionelle Abläufe flexiblen Anpassungen unterzogen werden, um die gewohnte Servicequalität nicht allein für den Handel, sondern auch für den Endkunden zu gewährleisten. Das betrifft natürlich auch die aus einem wachsenden Online-Handel erwachsenden neuen Anforderungen.

Logistik als Wettbewerbsvorteil – und Digitalisierung als Hebel

Der oben angeführte Text aus dem „e-commerce Magazin“ benennt dann auch nicht ohne Grund für die im Internet ihre Geschäfte betreibenden Unternehmen als ersten der drei Tipps: „Die bestehenden Logistikprozesse auf den Prüfstand stellen.“ Ein wichtiger Hinweis, der selbstverständlich auch für den stationären Groß- und Einzelhandel sowie das produzierende Gewerbe von elementarer Bedeutung ist. Die smarte Abwicklung des Supply Chain Managements kann Firmen enorm helfen, sich von der Konkurrenz abzusetzen. Beispielhaft sind pünktliche Lieferungen im Weihnachtsgeschäft an die Endkunden zu nennen, die wiederum für Großeltern und Eltern mit Blick auf die Geschenkerwartungen von Enkeln und Kindern von enormer Bedeutung sind. Zuverlässigkeit in diesem Feld bedeuten einen signifikanten Schub für die Bindung an die erfolgreich ausliefernde Marke. Im Umkehrschluss sind Distributionsprobleme gerade in dieser emotional besetzten Phase des Jahres ein schwerer Schlag für das Vertrauen auf Kundenseite, was sich langfristig in Umsatzverlusten niederschlagen könnte. Aber auch schon im Vorfeld können bei der Güterproduktion signifikante Ausfälle und damit finanzielle Schäden drohen, wenn bei der Anlieferung von Rohstoffen und Halbfertigmaterialien in die Werke Verspätungen entstehen oder Transporte stecken bleiben.

Die Digitalisierung der Lieferkette, unter besonderer Berücksichtigung des Aspekts der Transparenz, ist hier ein wirkungsvoller Hebel, um Ressourcen und letztendlich Geld zu sparen. Wer Bescheid weiß, wo sich die Lkw, Schiffe, Flugzeuge und Züge mit den Transportgütern befinden, kann für die Umschlagsphasen zwischen den einzelnen Verkehrsträgern oder für jene der Zustellung nachfolgenden Abläufe die passenden Entscheidungen treffen.

Harmonisierung von Lieferketten

Digitale Vordenker wie Synfioo versuchen mit ihren Produkten zur Sendungsüberwachung in Echtzeit sowie präzise Ankunftszeitprognosen, die Lieferketten im Jahr 2020 und insbesondere in dessen hektischen Schlussquartal harmonisch auszugestalten. Mit aktuellen und korrekten Informationen zu den Transportabläufen werden alle Beteiligte in die Lage versetzt, sinnvolle Alternativen für die nächsten Schritte eines bestimmten Auftrages zu entwickeln.

Das sich dem Ende zuneigende Jahr hat fundamentale Veränderungen gebracht, die sich tief ins kollektive Gedächtnis der Menschen eingegraben haben. Umso schöner wäre es doch, wenn eine effizient arbeitende Logistikbranche, die sich der digitalen Hilfsmittel für eine optimierte Lieferkettensteuerung bedient, für einen Jahresabschluss mit ein wenig Normalität und viel Freude an den Feiertagen sorgen könnte.

Foto: Garry Knight/ Flickr

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