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Maersk stoppt Anläufe in Chornomorsk, Container gehen vorerst über Constanța

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Maersk setzt Feeder-Anläufe über den Fischereihafen von Chornomorsk in der Ukraine vorerst aus. Zur Begründung verweist das Unternehmen auf verschlechterte Betriebsbedingungen und ein erhöhtes Sicherheitsrisiko nach intensiveren Angriffen auf Hafeninfrastruktur am Schwarzen Meer. Importcontainer werden nach Constanța in Rumänien umgeleitet; Exportkunden können bestehende Buchungen kostenfrei stornieren oder den Ladehafen ändern.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Die Maßnahme gilt seit 22. Juli 2026 und bleibt bis auf Weiteres in Kraft. Maersk betont, dass sich der Schritt ausschließlich auf Abfertigungen über den Chornomorsk Fishing Port bezieht, der getrennt vom staatlichen Chornomorsk Sea Commercial Port betrieben wird. Ukrainische Stellen melden, dass der Haupthafen von Chornomorsk sowie weitere Häfen im Großraum Odesa weiterhin arbeiten.

Feeder und Importcontainer gehen nach Constanța

Maersk teilt mit, dass der eingesetzte Feeder-Operator die Ukraine über den Fischereihafen Chornomorsk derzeit nicht mehr bedienen kann. Das Schiff MEDKON MIRA V.629S sowie sämtliche Importladungen, die ursprünglich in Chornomorsk gelöscht werden sollten, laufen stattdessen Constanța in Rumänien an. Die Umleitung erfolgt auf Grundlage von Klausel 20 der Maersk-Konnossementsbedingungen, die Fälle regelt, in denen die Durchführung der Beförderung beeinträchtigt ist.

Die Umleitung nach Constanța gilt auch für Importsendungen mit Löschhafen Chornomorsk, die sich derzeit in Port Said (Ägypten) befinden oder dorthin unterwegs sind. Kunden, die Constanța als Löschhafen nicht akzeptieren können, können eine Änderung des Bestimmungsorts anfragen.

Maersk bietet zudem an, den Weitertransport von Rumänien in die Ukraine zu organisieren. Laufzeiten, verfügbare Optionen und mögliche Zusatzkosten sollen laut Unternehmen fallbezogen abgestimmt werden.

Für Exporte: kostenfreie Stornierung oder Wechsel des Ladehafens

Auch für Exportkunden, die bereits über Chornomorsk gebucht haben, nennt Maersk Alternativen. Buchungen können ohne Storno- oder Änderungsgebühren aufgehoben werden. Für Container, die bereits am Terminal eingeliefert wurden, ist ein Wechsel des Ladehafens auf Constanța möglich.

Bei einem Wechsel des Ladehafens will Maersk die bestehende Seefrachtrate beibehalten. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass Stornierungen und Änderungen direkt über den Kundenservice veranlasst werden sollten. Anpassungen über die Maersk-Website könnten automatisch eine Änderungsgebühr auslösen und eine Neuberechnung der Frachtrate nach sich ziehen. Zusätzlich kann Maersk den Inlandstransport von der Ukraine nach Rumänien organisieren; Preise und Transitbedingungen werden separat vereinbart.

Chornomorsk ist nicht vollständig geschlossen

Die Mitteilung betrifft Anläufe, die über den Chornomorsk Fishing Port abgewickelt werden – nicht den gesamten Hafenstandort in der Stadt.

Das ukrainische Infrastrukturministerium erklärt, der tiefwasserfähige Chornomorsk Sea Commercial Port sowie weitere Häfen im Großraum Odesa seien weiterhin geöffnet und betriebsbereit.

Der Rückzug eines Carriers von einem einzelnen Terminal bedeutet daher nicht, dass die Umschlagaktivitäten in Chornomorsk insgesamt zum Erliegen gekommen sind. Für bestimmte Containerströme sinkt die verfügbare Kapazität jedoch.

Chornomorsk zählt zu den größten Häfen der Ukraine und schlägt Stückgut, Massengut, Flüssiggüter sowie Projektladungen um. Zur Infrastruktur gehören Lagerkapazitäten von rund 1,5 Millionen Tonnen, Anbindungen an Straße und Schiene sowie eine eigene Hilfsflotte.

Erneuter Dämpfer für Chornomorsk-nahe Verkehre

Maersk ist im Juli 2026 bereits das zweite große Unternehmen, das Aktivitäten mit Bezug zu Chornomorsk zurückfährt. Zuvor hatte Kernel Holding, der größte Getreideexporteur der Ukraine, den Betrieb im Haupthafen ausgesetzt.

In den vergangenen Wochen haben Angriffe auf Häfen, Terminals und maritime Exportrouten zugenommen. Schäden an der Infrastruktur und steigende Risiken für Schiffe und Besatzungen erschweren die Aufrechterhaltung regelmäßiger Verbindungen.

In den Jahren 2024 und 2025 hatten die größten Reedereien Feeder-Verbindungen in die Ukraine schrittweise wieder aufgebaut – gestützt durch den wiederhergestellten Schifffahrtskorridor im Schwarzen Meer. Davor spielten rumänische Häfen sowie Binnenschiffe auf der Donau eine wichtige Rolle für ukrainische Warenströme.

Die aktuelle Aussetzung verdeutlicht erneut: Direkte Anläufe ukrainischer Häfen hängen weiterhin stark von der Sicherheitslage und der Verfügbarkeit der Infrastruktur ab.

Constanța dürfte erneut mehr Ukraine-Volumen übernehmen

Durch die Umleitungen gewinnt Constanța als Drehscheibe für den ukrainischen Außenhandel voraussichtlich wieder an Bedeutung. Der rumänische Hafen war bereits in der Vergangenheit ein zentraler Umschlagpunkt für Ladung in die Ukraine und aus der Ukraine.

Gleichzeitig kann der Umweg die Door-to-Door-Laufzeiten verlängern und einen zusätzlichen Vor- oder Nachlauf per Lkw, Bahn oder intermodal zwischen Rumänien und der Ukraine erforderlich machen. Kosten und Lieferpläne hängen dabei von den verfügbaren Kapazitäten in Constanța und den Optionen im Weitertransport an Land ab.

Maersk nennt keinen Zeitpunkt für eine Wiederaufnahme. Anläufe über den Chornomorsk Fishing Port bleiben bis auf Weiteres ausgesetzt; Updates sollen folgen, sobald sich die Einsatzbedingungen ändern.

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