Foto: SMATRICS/Facebook

FRYTE bindet Depot-Ladepunkte in E-Lkw-Routen ein

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FRYTE Mobility und SMATRICS bündeln in Deutschland und Österreich öffentliche und halböffentliche Ladepunkte für Lkw in einem digitalen Planungsprozess. Die über die OCPI-Schnittstelle eingebundenen Ladepunkte werden zunächst in der Routenplanung sichtbar. Ab 2027 sollen an ausgewählten Standorten zudem Zeitfenster reserviert werden können – ein weiterer Schritt zu besser planbaren Ladestopps.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Die wichtigsten Punkte:

  • Die Routenplanungssoftware von FRYTE zeigt nun auch Ladepunkte von SMATRICS sowie Stationen aus dem Depot-Club-Netzwerk.
  • Einbezogen werden öffentliche Ladestationen und Ladeinfrastruktur auf Logistikdepots.
  • Disponenten können halböffentliche Ladepunkte bei der Planung von E-Lkw-Routen berücksichtigen.
  • Für ausgewählte Standorte sollen ab 2027 Reservierungen bestimmter Ladezeitfenster möglich sein.
  • Die technische Anbindung erfolgt über den offenen OCPI-Standard.
  • Der gemeinsame Ansatz richtet sich zunächst an den deutschen und österreichischen Markt.

Das Projekt führt zwei bislang getrennte Infrastrukturquellen in einem digitalen Prozess zusammen: öffentliche Ladestationen und Ladepunkte auf Logistikdepots. FRYTE hatte die Reservierung an ausgewählten öffentlichen Standorten in Bayern bereits getestet. Mit der neuen Integration werden nun das Netzwerk eines weiteren Betreibers sowie die Ladeinfrastruktur von Logistikunternehmen eingebunden.

Öffentliche Ladepunkte und Depotstandorte in einer Planung

Im Rahmen der Kooperation stellt SMATRICS Daten zu seinen öffentlichen Schnellladestandorten sowie zu den Stationen des Depot-Club-Netzwerks bereit. Der Depot Club bringt Logistikunternehmen zusammen, die eigene Ladeinfrastruktur betreiben. Die Betreiber können festlegen, dass bestimmte Ladepunkte innerhalb definierter Zeitfenster auch externen Nutzern offenstehen.

Für Disponenten, die mit FRYTE arbeiten, entsteht dadurch ein einheitlicher Überblick über Ladepunkte entlang der Strecke und auf Betriebsgeländen. Beide Infrastrukturarten können bei der Routenplanung und der Festlegung von Ladestopps berücksichtigt werden. Auch die Entwicklung des E-Lkw-Marktes erhöht den Bedarf an verlässlichen Planungsdaten.

Reservierungen ab 2027 geplant

Derzeit stellt die Integration vor allem Standortdaten bereit. Die Ladepunkte können in Routenberechnungen und Ladepläne einbezogen werden. Ab 2027 soll an ausgewählten Standorten zusätzlich die Buchung konkreter Zeitfenster möglich sein.

Als nächster Schritt ist vorgesehen, die Reservierungsdaten an die Energiemanagementsysteme der einzelnen Standorte zu übermitteln. Auf diese Weise könnten Ladezeiten besser an die jeweils verfügbare Netz- und Leistungskapazität angepasst werden.

OCPI als technische Brücke

Die Verbindung zwischen den Systemen läuft über OCPI, einen offenen Kommunikationsstandard aus dem Bereich der Elektromobilität. Nach Angaben der Partner erleichterte das gemeinsame Protokoll die vergleichsweise schnelle Einbindung der Ladepunkte in die Planungssoftware von FRYTE.

Das ist besonders für Transportunternehmen relevant, die mit mehreren Ladebetreibern arbeiten und die vorhandene Infrastruktur über einen einzigen Routenplanungsprozess verwalten möchten.

Neue Ausbaustufe nach einem ersten Pilotprojekt

Ende Juli hatte FRYTE Reservierungen für sieben öffentliche Ladepunkte an fünf Standorten in Bayern eingeführt. Betrieben wurden die Stationen von Energie Südbayern und Dettendorfer Energy. Dort waren Ladeleistungen von bis zu 400 Kilowatt möglich. Einige Standorte waren außerdem so angelegt, dass schwere Fahrzeugkombinationen sie ohne Rückwärtsfahren durchfahren konnten.

Im Pilotprojekt war jede Reservierung mit dem konkreten Fahrzeug und dessen Routenplan verknüpft. In die Berechnung flossen unter anderem die technischen Daten des Lkw, das Ladungsgewicht, das Streckenprofil, die Temperatur, die Reichweite und vorgeschriebene Fahrerpausen ein. Die Integration von SMATRICS und dem Depot Club überträgt dieses Planungsmodell nun auf eine weitere Quelle für Ladeinfrastruktur.

Vorhandene Infrastruktur besser auslasten

Wenn Logistikdepots ihre halböffentlichen Ladepunkte zugänglich machen, könnte die Zahl der für E-Lkw-Routen nutzbaren Standorte steigen, ohne dass dafür sofort neue öffentliche Ladeparks gebaut werden müssten. Betreiber könnten zugleich ihre bereits vorhandene Infrastruktur besser auslasten. Die zentrale Einschränkung bleibt jedoch bestehen: Nur vergleichsweise wenige Standorte bieten ausreichend Platz für schwere Fahrzeugkombinationen, zudem sind geeignete Netzkapazitäten weiterhin knapp.

Die praktische Wirkung wird davon abhängen, wie viele Depots ihre Ladepunkte tatsächlich für externe Nutzer öffnen und an wie vielen Standorten ab 2027 Reservierungen möglich sein werden.

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