Der Verkehrsdienst der Autobahnpolizei Bielefeld hat im laufenden Jahr 2018 bereits acht Fälle von manipulierten LKW aufgedeckt. Die betroffenen Unternehmen mussten dafür insgesamt 150.000 Euro bezahlen – eine Spedition wurde gleich zweimal erwischt.

Bei unseren Kontrollen haben wir festgestellt, dass die Unternehmen massiv mit immer detaillierteren Fachwissen in die Fahrzeugelektronik eingreifen. Zu dieser Erkenntnis kommt Polizeihauptkommissar Jens Bögeholz bei der Auswertung der bisher acht Fälle von Fahrzeugmanipulation. Wir haben aufgedeckt, dass den Fahrzeugen signalisiert wird, sie würden stehen, um so Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer zu umgehen.

In sieben Fällen wurden Getriebesensoren durch gezielte Eingriffe manipuliert. Im aktuellsten Fall vom 05.11.2018 ist eine neue Qualität zu erkennen. Hier wurde mittels eines elektronischen Bauteils – in einer bislang unbekannten Art und Weise – in die Fahrzeugelektronik und die Software des digitalen Kontrollgerätes eingegriffen.

Diese technischen Veränderungen entdeckten die Beamten bisher bei osteuropäischen Fahrzeugen aus Polen, Rumänien und Bulgarien, sowie einem Sattelzug aus der Türkei. Ein rumänisches Unternehmen geriet gleich zweimal in die Fänge der Kontrolleure.

In zwei Fällen wurde gegen die Fahrer Strafanzeigen wegen Fälschung technischer Aufzeichnungen gefertigt, da ihnen der Einsatz der Manipulationseinrichtung nachgewiesen werden konnte. In allen Fällen wurden die Fahrzeuge dieser Unternehmen bis zur Bezahlung der angeordneten Sicherheitsleistungen und des Rückbaues der Fahrzeugtechnik in einen ordnungsgemäßen Zustand stillgelegt.

Die Gesamtsumme der Sicherheitsleistungen belief sich auf ca. 150.000 Euro, in den Einzelfällen zwischen 15.000 und 21.000 Euro.

Die Suche nach den Manipulationsbauteilen und die Rückbauten in einen ordnungsgemäßen Zustand wurden in LKW-Fachwerkstätten in der Region durchgeführt.

Um weiterhin für mehr Sicherheit auf den Autobahnen zu sorgen, werden die Experten der Autobahnpolizei auch in Zukunft den Güterverkehr ins Visier nehmen.

Foto: Polizei Bielefeld

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