Metrans treibt den Ausbau seines intermodalen Netzwerks weiter voran und sichert sich eine 50-prozentige Beteiligung am AFLUENT Arad South Terminal im Westen Rumäniens. Laut Unternehmen entsteht damit das erste eigene Terminal der Gruppe im Land.
Die Beteiligung war bereits Anfang März bekannt geworden. Neu sind vor allem die konkreteren Pläne zur Einbindung in das bestehende Netzwerk sowie zur operativen Nutzung der Anlage. Die Transaktion steht weiterhin unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Arad rückt strategisch in den Fokus
Der Standort liegt nahe der ungarischen Grenze und damit an einer zentralen Schnittstelle zwischen Südost- und Mitteleuropa. Der Terminal umfasst derzeit rund 3,5 Hektar und bietet Kapazitäten für etwa 750 TEU. Ein Ausbau ist perspektivisch vorgesehen.
Geplant ist unter anderem eine engere Anbindung an das Metrans-Netzwerk über den Hub Budapest-Csepel. Laut Unternehmen sollen bis zu drei Zugverbindungen pro Woche zwischen Budapest und Arad verkehren.
Damit entsteht eine direkte Anbindung an zentrale europäische Korridore, mit Verbindungen zu Nordseehäfen wie Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven und Rotterdam sowie zu Adriahäfen wie Koper und Rijeka.
Neue Schienenoptionen für Rumänien-Verkehre
Für Verlader, insbesondere aus dem Raum Bukarest und dem Osten Rumäniens, ergibt sich laut Metrans eine durchgehende, schienenbasierte Transportlösung Richtung Westeuropa.
CEO Peter Kiss erklärt:
„Mit der Investition in das Arad South Terminal eröffnen wir neue Möglichkeiten für einen zuverlässigen und effizienten Warentransport zwischen Rumänien und dem übrigen Europa.“
Auch Verbindungen zum Hafen Constanța sollen künftig einfacher abgebildet werden, sowohl im Import als auch im Export.
Teil einer größeren Netzwerkstrategie
Die Beteiligung in Arad ist Teil einer übergeordneten Strategie: Metrans baut sein Terminalnetz gezielt entlang wachsender Transportachsen aus. Südosteuropa gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung, sowohl durch steigende Handelsströme als auch durch die Verlagerung von Produktionskapazitäten in die Region. Der Ausbau intermodaler Strukturen soll diese Entwicklung künftig stärker auf die Schiene verlagern.
Ein Standort mit wachsender Bedeutung
Die Entwicklung in Arad ist kein Einzelfall. Parallel bauen auch andere Anbieter ihre Verkehre in die Region aus. So hat etwa Helrom Anfang 2026 einen neuen Shuttle zwischen Düsseldorf und dem Terminal Arad South gestartet.
Damit verdichtet sich ein Trend: Arad entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Einstiegspunkt für intermodale Verkehre zwischen West- und Südosteuropa, sowohl auf Infrastruktur- als auch auf operativer Ebene.
Für die Branche bedeutet das vor allem eines: zusätzliche Kapazitäten auf der Schiene in einem Korridor, der bislang stark vom Straßentransport geprägt ist.









