Nach einer wirtschaftlich schwierigen Phase meldet sich Helrom mit einem neuen Angebot zurück im Markt. Der auf den Schienentransport von Sattelaufliegern spezialisierte Anbieter startet in den kommenden Tagen einen neuen Shuttle-Service zwischen Deutschland und Rumänien. Damit setzt das Unternehmen kurz nach Abschluss seines Insolvenzverfahrens ein operatives Ausrufezeichen.
Neuer Regelverkehr zwischen Düsseldorf und Arad
Wie Helrom mitteilt, verbindet der neue Dienst den Standort Düsseldorf mit dem Terminal „Afluent Arad Süd“ im Westen Rumäniens. Die ersten Abfahrten aus Düsseldorf sind für den 10. und 11. Februar vorgesehen, die Gegenrichtung aus Arad folgt am 13. und 14. Februar. Ab März sollen fünf wöchentliche Rotationen angeboten werden.
„Die ersten Abgänge sind in wenigen Tagen geplant, ab März fahren wir mit fünf Umläufen pro Woche“, erklärt Verkaufsleiter Eugen Sucea laut Unternehmensangaben.
Der neue Shuttle war bereits im November 2025 angekündigt worden und stellt den ersten Regelverkehr von Helrom nach Rumänien dar.
Operativer Ausbau trotz laufender Neuausrichtung
Der Start des Deutschland-Rumänien-Shuttles erfolgt vor dem Hintergrund einer weiterhin laufenden Umstrukturierungsphase. Helrom hatte im Sommer 2025 nach einer gescheiterten Finanzierungsrunde Insolvenz angemeldet. Das Verfahren wurde jedoch im Januar 2026 offiziell abgeschlossen, nachdem der Insolvenzplan vom Amtsgericht Frankfurt am Main bestätigt worden war.
Rettendes Kapital kam vom Mehrheitseigner HRG, dem es gelang, den Investorenkreis zu erweitern und die Finanzierung neu aufzustellen. Im Zuge der Restrukturierung wurde die operative Kontrolle in einer neu gegründeten Holding gebündelt.
Schrittweise Rückkehr zum Wachstumskurs
Der neue Dienst nach Rumänien ist nicht der erste operative Ausbau nach der Sanierung. Bereits im September 2025 hatte Helrom eine neue Verbindung zwischen Düsseldorf und Kattowitz in Polen in Betrieb genommen. Das Unternehmen verfolgt damit weiterhin seine ursprüngliche Strategie, Sattelauflieger ohne Zugmaschine auf der Schiene über längere Distanzen zu transportieren und so Straßenverkehre zu verlagern.
Die Einführung weiterer Verbindungen zeigt, dass Helrom trotz der wirtschaftlichen Rückschläge an seinem Geschäftsmodell festhält. Zugleich dürfte der neue Shuttle für Verlader und Speditionen insbesondere auf der stark nachgefragten Achse zwischen Westeuropa und Südosteuropa von Interesse sein.










