Der deutsche Nutzfahrzeugmarkt hat sich im Juli 2010 weiter erholund damit schneller als im bisherigen Jahresverlauf (+ acht Prozent). Besonders dynamisch entwickelte sich der Absatz von schweren Nutzfahrzeugen (über 6t):

Er stieg um 28 Prozent – und damit im dritten Monat in Folge. Seit Jahresbeginn wurden mit 38.400 schweren Lkw ebenso viele Fahrzeuge wie im Vorjahreszeitraum abgesetzt. Die Transporterklasse (bis 6t) konnte im Juli um sechs Prozent zulegen. t. Mit 23.400 neu zugelassenen Fahrzeugen stieg der Absatz um 11 Prozent Im Juli konnten die Hersteller erneut deutlich gestiegene Bestellungen aus dem Inland verbuchen. Die Nachfrage nach Transportern blieb auf dem hohen Vorjahresniveau, die Bestelleingänge im schweren Segment zogen um 72 Prozent an. Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), unterstrich: „Die Trendwende auf dem Markt für schwere Lkw ist erreicht. Zwar sind die starken Zuwachsraten zum Teil noch dem sehr schwachen Vorjahr geschuldet, dennoch ist eine Erholung unverkennbar.“ Auch auf den Auslandsmärkten konnten die deutschen Nutzfahrzeughersteller kräftig hinzugewinnen. Mit 19.300 Einheiten wurden im Juli 50 Prozent mehr Nutzfahrzeuge exportiert als im Vorjahresmonat, bei den schweren Lkw (über 6t) lag das Exportplus sogar bei über 60 Prozent. In den ersten sieben Monaten stieg die Ausfuhr von Nutzfahrzeugen insgesamt um 58 Prozent auf knapp 130.000 Fahrzeuge. Die Auftragseingänge aus dem Ausland erhöhten sich allein im Juli um 81 Prozent, seit Jahresbeginn sind die Bestellungen aus dem Ausland bereits um 57 Prozent gestiegen. Wissmann: „Die deutschen Nutzfahrzeughersteller profitieren von der weltweiten Konjunkturerholung, von ihrer internationalen Präsenz und ihrer ausgeprägten Fähigkeit, die individuellen Transportaufgaben der jeweiligen Kunden mit hoher Effizienz zu lösen.“ Die Nutzfahrzeugproduktion in den deutschen Werken legte im Juli um 51 Prozent zu, die Fertigung von schweren Lkw stieg sogar um zwei Drittel. Seit Jahresbeginn rollten insgesamt 191.000 Fahrzeuge aus den Fertigungsbetrieben der deutschen Hersteller (+45 Prozent). „Der Abstand zum hohen Produktionsniveau vor der Krise ist zwar immer noch erheblich, aber er wird von Monat zu Monat kleiner“, betonte der VDA-Präsident.

Autor: Koliński Peter

Ursprung: http://www.auto-reporter.net/1960/2_1960_104_40329_1.php

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