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Ab 2019 werden Autofahrer und Radfahrer an drei ausgewählten Kreuzungen in Linz  trotz roter Ampel rechts abbiegen können.

Rechtsabbiegen bei roter Ampel ist bereits in USA, Kanada, Australien, Frankreich, Thailand, Tschechien, Polen und in Teilen Deutschlands möglich. Deshalb hat sich jetzt auch Österreich zu diesem Schritt entschieden.  Sehr zuversichtlich in Bezug auf das Projekt zeigte sich Verkehrsminister Norbert Hofer während der  Präsentation  im Rahmen einer Pressekonferenz mit dem Linzer Verkehrsstadtrat Markus Hein und DI Dr.techn. Harald Frey von der TU Wien.

Verkehr wird flüssiger

Das Pilotprojekt wird vorerst auf eine Testregion in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz begrenzt. Es wird erwartet, dass dank der neuen Maßnahmen durch das Vermeiden von unnötigen Steh- und Stauzeiten nicht nur der Verkehr flüssiger wird, aber auch die Feinstaubemissionen deutlich reduziert werden.  Wie der Linzer Infrastrukturstadtrat Markus Hein betonte, sollte prinzipiell kein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Fußgänger entstehen, da jedes einzelne Fahrzeug trotzdem an der Haltelinie anhalten und sich vergewissern muss, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert oder gefährdet werden. Zudem wird jede Kreuzung, bevor sie mit einem Grünpfeil ausgestattet wird, auf die entsprechende Tauglichkeit untersucht.

TU Wien als Projektpartner

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von dem Institut für Verkehrswissenschaften der Technischen Universität Wien, das nach Auswertung von entsprechenden Studien und basierend auf Erfahrungen aus Deutschland, wo Rechtsabbiegen bei Rot bereits praktiziert wird, einen Kriterienkatalog erarbeitet und anhand von dem die Pilotkreuzungen ausgewählt hat. Die Daten werden nach einem Jahr Laufzeit ausgewertet.

Im Rahmen von Pilotversuchen wird Rechtsabbiegen bei Rot in einer ersten Phase bei drei Kreuzungen in der Stadt Linz untersucht. An jedem Standort erfolgen eine Vorher- und eine Nachher-Erhebung an unterschiedlichen Wochentagen und Tageszeiten. Ergänzend zur Videoerhebung wird eine Reisezeitmessung durchgeführt, um mögliche Auswirkungen im Straßennetz zu berücksichtigen. Dazu werden Nutzungshäufigkeit, Anhalte-Bereitschaft, Ausweichverhalten sowie potenzielle Konfliktsituationen zwischen den Verkehrsteilnehmenden analysiert und ausgewertet. Besonderes Augenmerk liegt auf den Aspekten der Verkehrssicherheit, erklärte DI Dr.techn. Harald Frey vom Institut für Verkehrswissenschaften an der TU Wien.

Die Kreuzungen für den Pilotversuch in der Landeshauptstadt Linz sind: Weißenwolffstraße / Garnisonstraße / Derfflingerstraße /Nietzschestraße (Kaplanhofviertel)* Wiener Straße / Ennsfeldstraße (Stadtteil Ebelsberg)* Dornacher Straße / Johann-Wolhelm-Klein-Straße (Stadtteil St.Magdalena).

Foto: Pixabay.com

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