Kontrolliert wurde vor allem dort, wo der internationale Güterverkehr in Deutschland besonders dicht ist: auf wichtigen Transitachsen, an zentralen Verkehrsknotenpunkten und im Umfeld großer Logistik- und Industriestandorte. Bei den Prüfungen zur regelmäßigen Wochenruhe stellte das BALM in knapp jedem fünften Fall einen Verstoß fest. Die Behörde betont allerdings, dass es sich um gezielte Kontrollen handelt und die Ergebnisse nicht als Abbild des Gesamtmarkts zu verstehen sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Im Mai 2026 nahm das BALM insgesamt 1.077 schwere Nutzfahrzeuge unter die Lupe.
- Bei 634 Kontrollen zur regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeit wurden 112 Verstöße festgestellt – das entspricht knapp 18 %.
- Bei 628 Kabotagekontrollen registrierte das BALM 14 bestätigte Verstöße sowie 25 Unregelmässigkeiten.
- Zudem wurden 31 technische Mängel festgestellt und Sicherheitsleistungen von insgesamt mehr als 121.500 Euro erhoben.
Wochenruhe: die meisten Beanstandungen
Die Kontrollen fanden bundesweit am 4. Mai, vom 20. bis 21. Mai sowie am 25. Mai 2026 statt – an 75 Kontrollstellen mit insgesamt 286 Einsatzkräften des BALM. Ausgewählt wurden Standorte auf stark frequentierten Strecken des internationalen Verkehrs, an wichtigen Autobahnkreuzen sowie in der Nähe großer Industrieanlagen, Logistikparks und Lagerstandorte.
Am häufigsten ging es um das Verbot, die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit in der Fahrerkabine zu verbringen. Das BALM führte 634 Prüfungen durch und bestätigte 112 Verstöße. Damit war in knapp 18 Prozent der Fälle – also in etwa jeder fünften Kontrolle in diesem Bereich – die Vorgabe nicht eingehalten.
Kabotage ebenfalls im Fokus
Parallel dazu überprüfte das BALM die Einhaltung der Kabotageregeln. Bei 628 Kontrollen meldeten die Teams 25 Auffälligkeiten und 14 bestätigte Verstöße. Nach Angaben der Behörde wurden die Kontrollpunkte unter anderem anhand des Verkehrsaufkommens, von Erkenntnissen aus früheren Aktionen und auf Basis der Erfahrung der Einsatzkräfte ausgewählt.
Auch hier weist das BALM darauf hin, dass es sich um eine Schwerpunktaktion handelt und die Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf den gesamten Strassengüterverkehr übertragen werden sollten.
Technische Mängel bei Strassenkontrollen entdeckt
Teil der Aktion waren ausserdem 84 technische Unterwegskontrollen von Lkw. Dabei wurden 31 Beanstandungen zum Fahrzeugzustand festgestellt. Aus Sicht der Behörde bleibt die Verkehrssicherheit damit ein zentraler Schwerpunkt der Kontrolltätigkeit.
Über alle Massnahmen hinweg wurden Sicherheitsleistungen in Höhe von mehr als 121.500 Euro erhoben.
BALM kündigt weitere Schwerpunktkontrollen an
Nach Angaben des BALM sollen bundesweite Kontrollaktionen fortgesetzt werden. In den kommenden Monaten wollen die Teams weiterhin besonders auf Kabotage, die Einhaltung der regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeit sowie den technischen Zustand der Fahrzeuge bei Strassenkontrollen achten.
Auch wenn die Zahlen aus gezielten Kontrollen stammen, zeigt das Verhältnis von 112 Verstössen bei 634 Prüfungen: Die verbotene Wochenruhe in der Lkw-Kabine zählt weiterhin zu den häufigsten Feststellungen auf Deutschlands Strassen.









