Atik Sulianami

Ölpreis rutscht ab: Annäherung zwischen USA und Iran nährt Hoffnung auf freie Passage durch Hormus

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Die Ölpreise sind am Montag deutlich gefallen. Auslöser war eine vorläufige Einigung zwischen den USA und dem Iran, die auf eine Deeskalation des Konflikts und eine Wiederöffnung der Straße von Hormus abzielt. Damit ließ die Sorge nach, dass eine der wichtigsten Energierouten der Welt länger ausfallen könnte.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Wie Reuters berichtet, gab Brent nach der Bekanntgabe um mehr als 4 Prozent nach. Auch US-amerikanisches West Texas Intermediate verbilligte sich, weil Marktteilnehmer einen Teil der zuvor eingepreisten geopolitischen Risikoprämie abbauten.

Laut Reuters sieht die vorläufige Vereinbarung ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen sowie die Wiederöffnung der Straße von Hormus vor. Parallel dazu sollen während einer 60-tägigen Waffenruhe weitergehende Gespräche über das iranische Atomprogramm und Sanktionen fortgeführt werden.

Die Straße von Hormus gilt als neuralgischer Engpass für die globalen Energiemärkte. Nach Angaben der US Energy Information Administration wurden in der ersten Hälfte von 2025 dort schätzungsweise 23,2 Millionen Barrel Öl pro Tag transportiert. Damit ist sie gemessen am Volumen der weltweit wichtigste Öl-Transitkorridor.

Von einem Normalbetrieb ist die Schifffahrt jedoch noch entfernt. Zwar passierte nach der Ankündigung ein LNG-Tanker die Meerenge, viele Reedereien bleiben aber vorsichtig. Als Gründe gelten Sicherheitsbedenken – etwa eine mögliche Gefahr durch Seeminen – sowie der Bedarf an klaren Zusagen für eine sichere Navigation.

Dem Bericht zufolge liegen die Tankerbewegungen im Golf weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Krise. Von Reuters zitierte Analysten gehen davon aus, dass sich der Verkehr binnen weniger Tage normalisieren könnte, sobald eine sichere Passage bestätigt ist. Gleichzeitig dürften Betreiber bei neuen Sicherheitsrisiken schnell wieder reagieren.

Eine Öffnung von Hormus könnte zudem den Druck auf Frachtraten und Versicherungskosten im Tankermarkt mindern. Während der Störung verteuerten Kriegsrisikoaufschläge und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen den Transport von Öl und LNG durch die Region; einige Reeder verschoben Fahrten oder wählten Umwege, bis die Lage klarer war.

Für die Transport- und Logistikbranche stellt sich damit vor allem die Frage, ob der Rückgang beim Rohöl zeitnah bei Diesel ankommt. Das wöchentliche Ölbulletin der Europäischen Kommission zeigt, dass die Kraftstoffpreise in der EU Anfang Juni weiterhin hoch lagen. Die IRU meldete am 5. Juni einen durchschnittlichen Dieselpreis in der EU von 1,863 Euro je Liter. Das entsprach zwar einem Rückgang von 1,9 Prozent gegenüber der Vorwoche, lag aber weiterhin 14 Prozent über dem Niveau vor Beginn des Krieges.

Eine anhaltende Entspannung am Rohölmarkt wäre für Betreiber mit hohen Tankrechnungen entsprechend relevant. Wie stark sich das in den Endpreisen widerspiegelt, hängt jedoch unter anderem von Raffineriemargen, Steuern, nationalen Preismaßnahmen und davon ab, wie schnell sich die Energieflüsse durch den Golf wieder stabilisieren.

Zugleich bleibt Sicherheit entlang der Transportkette ein Kostentreiber, wenn Risiken steigen und Absicherungsmaßnahmen zunehmen.

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