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Rompetrol baut 13 Ultra-Schnellladepunkte für E-Lkw an Rumäniens TEN-T-Achsen

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Rumänien treibt den Ausbau der Ladeinfrastruktur für den schweren Straßengüterverkehr voran. Die Rompetrol Group kündigt an, mehr als acht Millionen Euro in ein landesweites Netz von Ultra-Schnellladern zu investieren. Die neue Infrastruktur soll sowohl E-Pkw als auch elektrische Lkw bedienen – mit klarem Schwerpunkt auf den TEN-T-Korridoren. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um eine der größten privaten Investitionen in Rumänien, die gezielt auf den Heavy-Duty-Bereich abzielt.

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KMG International (Rompetrol) plant dafür ein neues Ladenetz an 26 Standorten in Rumänien. Das Vorhaben wird über die Connecting Europe Facility (CEF) der Europäischen Union mitfinanziert und umfasst Ladeinfrastruktur für leichte Fahrzeuge (LDV) ebenso wie für schwere elektrische Nutzfahrzeuge (HDV).

Der Gesamtetat liegt bei rund 8,2 Millionen Euro, davon 2,01 Millionen Euro aus europäischen Mitteln. Die Umsetzung ist für den Zeitraum von Juni 2025 bis Dezember 2027 vorgesehen.

E-Lkw im Fokus: 13 Standorte mit bis zu 350 kW

Kern des Programms ist eine Ladeinfrastruktur, die ausdrücklich für elektrische Lkw ausgelegt ist. Rompetrol will 13 Hochleistungs-Standorte errichten – jeweils mit einem eigenen Ladepunkt für schwere Nutzfahrzeuge und einer Leistung von bis zu 350 kW.

Parallel dazu sind 17 weitere Stationen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge geplant, mit Leistungsbereichen zwischen 150 und 300 kW. Insgesamt rechnet Rompetrol mit 30 Stationen und 45 Ladepunkten.

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Wo genau die neuen Ladepunkte entstehen und welche Technikpartner zum Einsatz kommen, hat das Unternehmen bislang nicht bekanntgegeben.

TEN-T-Korridore als Leitlinie

Rompetrol will mit dem Projekt einen Korridor für alternative Antriebe entlang des rumänischen TEN-T-Netzes mit aufbauen. Die Ladepunkte sollen an bestehenden Tankstellen installiert werden und damit zentrale nationale wie internationale Güterverkehrsrouten unterstützen.

„Der Ausbau des Ladenetzes – einschließlich Lösungen für schwere Nutzfahrzeuge – ist ein strategischer Schritt, um integrierte Angebote zu stärken, die den Anforderungen der Zukunft entsprechen“, sagte Alua Amirova, Director Strategy and Sustainability Development bei KMG International.

Auch Rompetrol-Downstream-CEO Zhanibek Nugertayev bezeichnete den Ausbau der Elektromobilitäts-Infrastruktur als „natürlichen Schritt“ im Zuge der Weiterentwicklung der Downstream-Aktivitäten.

Nachholbedarf bei Ladeangeboten für schwere Nutzfahrzeuge

Aktuell ist das Angebot an Lademöglichkeiten für elektrische Lkw in Rumänien noch überschaubar – besonders entlang internationaler Transportachsen. Viele bestehende HPC-Standorte sind primär auf Pkw ausgerichtet. Spezifische Ladepunkte für schwere Fahrzeuge sind in Mittel- und Osteuropa insgesamt weiterhin rar.

Der Schritt von Rompetrol fällt in eine Phase, in der Speditionen und Logistikdienstleister erste E-Lkw-Flotten für regionale Verkehre und fest definierte Routen in Betrieb nehmen.

Zugleich verpflichtet die AFIR-Verordnung der EU die Mitgliedstaaten, in den kommenden Jahren entlang der wichtigsten TEN-T-Korridore auch Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge aufzubauen.

Anknüpfung an ein CEF-Projekt entlang der Autobahn A1

Ganz neu im Thema ist Rompetrol nicht. 2025 schloss das Unternehmen ein weiteres, ebenfalls CEF-kofinanziertes Projekt ab: Entlang der Autobahn A1 – zwischen der ungarischen Grenze und Zentralrumänien – wurden HPC-Lader mit bis zu 300 kW installiert.

Dieses Vorhaben umfasste 11 Lade-Standorte, unter anderem in Pecica, Șagu, Giarmata, Recaș, Orăștie und Cristian. Das Investitionsvolumen lag bei rund 2,2 Millionen Euro.

Rompetrol betonte, dass diese Ladepunkte grundsätzlich auch von schweren Fahrzeugen genutzt werden könnten. Das neue Programm ist jedoch das erste, das ausdrücklich für den Bereich schwerer Elektro-Lkw konzipiert ist.

Schwerlast-Laden bleibt ein Engpass

Trotz zunehmender Ankündigungen gilt die Ladeinfrastruktur für den schweren Straßentransport weiterhin als eine der größten Hürden für die Elektrifizierung der Logistik – in Rumänien ebenso wie in weiten Teilen Osteuropas.

Bremsfaktoren sind unter anderem Netzkapazitäten, hohe Anschlusskosten und fehlende Standardisierung im E-Lkw-Bereich. Viele Projekte befinden sich noch in der Planungsphase oder sind auf EU-Fördermittel angewiesen.

Gleichzeitig zeigt die Investition von Rompetrol, dass das Thema E-Lkw-Laden zunehmend auf der Agenda von Energieunternehmen und großen Tankstellen- und Retail-Netzwerken in der Region ankommt.

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