v.l.n.r.: Andreas Schmitz, CEO Schmitz Cargobull und Michael Temminghoff, CEO Freighter Group (Quelle: Schmitz Cargobull, bearbeitet von trans.iNFO)

Schmitz Cargobull übernimmt Mehrheit an australischem Trailerhersteller

Lesezeit 3 Min.

Schmitz Cargobull baut seine internationale Präsenz weiter aus. Der europäische Trailerhersteller hat seine Beteiligung an der australischen Freighter Group auf 72 Prozent erhöht und hält damit künftig die Mehrheit an dem Unternehmen. Die Transaktion markiert den nächsten Schritt einer bereits 2023 gestarteten Partnerschaft und stärkt die Position des Unternehmens auf einem wichtigen außereuropäischen Markt.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Schmitz Cargobull erhöht Beteiligung an Freighter Group auf 72 Prozent.
  • Strategische Partnerschaft besteht bereits seit 2023.
  • Produktionsstandort Ballarat wurde für 50 Millionen AUD modernisiert.
  • Michael Temminghoff übernimmt die Geschäftsführung.
  • Marke Freighter bleibt auch künftig bestehen.

Schmitz Cargobull setzt seinen internationalen Expansionskurs fort und übernimmt die Mehrheit an der australischen Freighter Group. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde die Beteiligung auf 72 Prozent erhöht. Damit wird aus der bisherigen strategischen Partnerschaft eine Mehrheitsbeteiligung.

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen begann bereits 2023. Mit dem jetzigen Schritt unterstreicht Schmitz Cargobull nach eigenen Angaben sein langfristiges Engagement auf dem australischen Markt.

„Seit 15 Jahren bedienen wir australische Kunden und mit der Aufstockung unserer Beteiligung an der Freighter Group bekräftigen wir unser langfristiges Engagement in Australien“, erklärt Andreas Schmitz, CEO von Schmitz Cargobull.

Australien gewinnt für Trailerhersteller an Bedeutung

Australien zählt zu den größten Straßengüterverkehrsmärkten außerhalb Europas. Lange Transportdistanzen, hohe Nutzlastanforderungen und ein großer Bedarf an robusten Fahrzeugkonzepten machen den Markt für internationale Trailerhersteller besonders attraktiv.

Für die Freighter Group eröffnet die neue Eigentümerstruktur vor allem Zugang zu den Entwicklungs- und Produktionstechnologien von Schmitz Cargobull. Gleichzeitig soll das Unternehmen seine lokale Marktposition und seine eigenständige Markenidentität behalten.

Andreas Schmitz betont:

„Dieser Schritt ist zugleich Ausdruck unseres Vertrauens in die Stärke des lokalen Teams. Unsere Rolle ist es, die Weiterentwicklung der Freighter Group mit globalem Know-how, Technologien und Netzwerken zu unterstützen, während das Freighter-Team das Unternehmen mit seiner lokalen Expertise und seiner klaren Kundenorientierung weiter prägt.“

Millioneninvestition in den Standort Ballarat

Bereits vor der Mehrheitsübernahme wurden erhebliche Mittel in den Produktionsstandort Ballarat im Bundesstaat Victoria investiert.

Nach Angaben des Unternehmens flossen rund 50 Millionen australische Dollar in die Modernisierung des Werks. Der Standort wurde zu einem modernen Produktionszentrum ausgebaut.

Die Investitionen sollen es ermöglichen, australische Fertigungskompetenz mit den globalen Entwicklungs- und Produktionstechnologien von Schmitz Cargobull zu verbinden.

Parallel dazu baut die Freighter Group ihr Service- und Ersatzteilgeschäft aus. Kunden sollen künftig von einer höheren Verfügbarkeit sowie von lokalen und internationalen Lieferketten profitieren.

Michael Temminghoff übernimmt Führung

Zeitgleich mit der Mehrheitsübernahme übernimmt Michael Temminghoff die Position des Chief Executive Officer der Freighter Group.

Der Manager war zuvor mehr als 15 Jahre in verschiedenen Funktionen bei Schmitz Cargobull tätig und soll die Weiterentwicklung des Unternehmens begleiten.

„Die Synergie zwischen der globalen Stärke von Schmitz Cargobull und der lokalen Expertise der Freighter Group eröffnet große Chancen“, erklärt Temminghoff.

Zugleich kündigte das Unternehmen an, die traditionsreiche Marke Freighter beizubehalten.

Wachstum statt Konsolidierung

Die Übernahme fällt in eine Zeit, in der viele Unternehmen der Nutzfahrzeugindustrie ihre Produktionsnetzwerke neu ordnen und Kostensenkungsprogramme umsetzen.

Schmitz Cargobull setzt dagegen auf den Ausbau seiner internationalen Präsenz. Mit der Mehrheitsübernahme sichert sich das Unternehmen nicht nur stärkeren Einfluss auf die Entwicklung der Freighter Group, sondern stärkt zugleich seine Position in einem der wichtigsten Transportmärkte außerhalb Europas.

Tags:

Auch lesen