Aluminium-Doppelstockschienen ermöglichen den Einsatz einer zweiten Ladeebene. (Foto: Schmitz Cargobull)

Schmitz Cargobull setzt auf Flexibilität: Neuer Trockenfrachtauflieger im Vergleich

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Mit dem S.BO MULTI bringt Schmitz Cargobull frischen Wind in den Markt für Trockenfrachtauflieger. Das neue Modell soll besonders dort überzeugen, wo häufig wechselnde Ladung und flexible Einsatzbereiche gefragt sind. Unser Überblick zeigt, was der neue Aufbau kann und wie er sich im Vergleich zu ähnlichen Lösungen von Krone und Wielton schlägt.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Das neue Fahrzeug im Trockenfracht-Portfolio von Schmitz Cargobull richtet sich an Speditionen, Logistikzentren und Verlader mit variablen Ladeprofilen. Dank integriertem Doppelstocksystem mit Schlüssellochblechen lässt sich der verfügbare Laderaum optimal nutzen: Mit einer zweiten Ladeebene können bis zu 33 zusätzliche Europaletten transportiert werden. Die Aluminium-Doppelstockschienen sind 2,05 Meter lang, im Abstand von 1.200 mm montiert und ermöglichen eine flexible Ladungssicherung per Sperrbalken, Spanngurten oder Netzen.

Zentrales Merkmal des Trailers ist das integrierte Doppelstocksystem mit Schlüssellochblechen, das eine höhere Auslastung bei unterschiedlichen Ladegütern ermöglicht. (Foto: Schmitz Cargobull)

Die Seitenwände bestehen aus einer robusten Zwei-Schalen-Stahlkonstruktion mit verzinkten Schlüssellochblechen. Laut Hersteller sorgt das für erhöhte Korrosionsbeständigkeit und reduziert langfristig Reparaturaufwand. Auch der verstärkte Wölbungsbereich in den Blechen soll bei intensiver Nutzung die Belastbarkeit verbessern.

Modulares System mit bekannten Bauteilen

Der neue Auflieger basiert auf dem modularen Trockenfrachtbaukasten von Schmitz Cargobull und übernimmt Komponenten des Express-Modells, wie etwa die Aluminium-Stirnwand oder das isolierte Dach. Beim Fahrgestell stehen zwei Varianten zur Verfügung: eine standardisierte, verzinkte Schraubkonstruktion und das optional erhältliche Heavy-Duty-Fahrwerk X-THOUGH für höhere Zuggewichte.

Serienmäßig ist das Telematiksystem TrailerConnect® an Bord, das Betriebsdaten für Flottenmanager transparent macht. Auch bei Wartung und Reparatur zielt das neue Modell auf Wirtschaftlichkeit: Klebe- und Niettechniken sollen schnelle Instandsetzung mit einfachen Mitteln ermöglichen, was Stillstand reduziert und die Lebensdauer erhöht. Zudem senkt die schweißfreie Fertigung den Energieeinsatz und reduziert Emissionen.

Trockenfrachttrailer

Der Aufbau ist nach DIN EN 12642 Code XL (Nutzlast 27.000kg) zertifiziert. (Foto: Schmitz Cargobull)

Vergleich: Krone Dry Liner und Wielton Dry Master

Im direkten Vergleich mit dem Dry Liner STG von Krone fällt auf: Auch dieser ist auf vielseitige Ladung ausgelegt, bietet unterschiedliche Seitenwandtypen etwa Stahl, Plywood oder Kunststoff – und ist optional mit Doppelstocksystem ausgestattet. Sicherheitsfeatures wie TPMS, LED-Markierungsleuchten und Rückfahrkamera sind ebenfalls verfügbar. Zudem punktet Krone mit einer langjährig bewährten Plattformproduktion und Variantenvielfalt.

Wielton wiederum bietet mit dem Dry Master einen Trockenfrachtkoffer mit verschiedenen Aufbaulösungen für Textilien, Möbel oder Stückgut. Auch hier sind Doppelstockeinrichtung, Aluminium-Komponenten und modulare Seitenwände erhältlich. Der Fokus liegt verstärkt auf Anpassbarkeit und internationalem Einsatz.

Zwischen Innovation und Alltagstauglichkeit

Mit seiner Kombination aus hoher Zuladung, flexibler Sicherung und robustem Aufbau positioniert sich das neue Fahrzeug von Schmitz Cargobull als vielseitige Lösung im Trockenfrachtsegment. Im Wettbewerb mit etablierten Modellen wie Krones Dry Liner oder Wieltons Dry Master dürfte vor allem das integrierte Schlüssellochsystem und die modulare Plattform für viele Betreiber interessant sein vorausgesetzt, der Preis stimmt.

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