Update: Shanghai im Ausnahmezustand

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Der Covid 19-Ausbruch in Shanghai führt zu einem lokalen Lockdown, von dem auch der Hafen betroffen ist. Mit einem Umschlagvolumen von über 45 Millionen TEU ist er der größte Hafen weltweit. Viele Industrieunternehmen und auch der Zoll sind dazu übergegangen in einem Zwei-Schicht-Betrieb den Hafen offen zu halten. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bleiben direkt vor Ort.

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07.04.2022
Update: Shanghai im Ausnahmezustand
Foto: HHLA / Thies Rätzke

Shandong Hafen hat weitere Maßnahmen eingeführt. Eingeführte Container außerhalb der Kühlkette, die in Häfen von Shandong ankommen, müssen 10 Tage lang ruhen. Erst nach einem Corona-Test ist dann ein Weitertransport möglich. Darüber hinaus soll laut der internen Datenüberwachung der Shanghai Port Group der derzeitige Betrieb des Shanghaier Hafens reibungslos und ordnungsgemäß verlaufen. Die durchschnittliche Wartezeit für Containerschiffe im Hafen von Shanghai beträgt derzeit rund als 24 Stunden und die durchschnittliche Wartezeit für anlegende Schiffe weniger als 10 Stunden.

Für den Hamburger Hafen gehört Shanghai zu den bedeutendsten Häfen im Chinaverkehr. Shanghai und Hamburg verbinden 13 Liniendienste, von denen neun wöchentlich verkehren. Hinzu fahren vier Stückgut-Services je nach Bedarf. Entsprechend groß sind die Mengen, die zwischen Hamburg und Shanghai transportiert werden.

Insgesamt gingen im vergangenen Jahr im Trade zwischen China und Hamburg 2,561 Mio. TEU über die Kaikanten. So kamen im Jahr 2021 14,1 Millionen Tonnen von China nach Hamburg. Die größten Warengruppen waren sowohl Maschinen, Ausrüstungen, Haushaltsgeräte, chemische Erzeugnisse, Metalle und Metallerzeugnisse als auch Möbel, Schmuck und Musikinstrumente.

Inwieweit es zu Auswirkungen in Hamburg kommt, ist aktuell noch nicht absehbar. Das wird sich erst in ein paar Wochen bemerkbar machen.

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