Unerwartete Tonnage-Beschränkung kann „schwerwiegende Folgen für den Güterverkehr” haben

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Wieder einmal wurden in den Niederlanden an einem wichtigen Abschnitt des Autobahnenetzes voreilig Tonnage-Beschränkungen eingeführt, schimpft die niederländische Verkehrsgewerkschaft TLN. Seit dem vergangenen Wochenende gilt auf einer der Talbrücken der A7 ein Grenzwert für schwerere LKW.

Unerwartete Tonnage-Beschränkung kann „schwerwiegende Folgen für den Güterverkehr” haben
Foto: Pixabay/Tama66/public domain

Es geht um die Talbrücke der A7 über den Noordhollandsch Kanaal bei Purmerend. Seit Samstag, dem 29. Oktober, gilt dort wegen des schlechten technischen Zustands des Bauwerks eine Beschränkung für schwere Fahrzeuge über 30 Tonnen.

Der niederländische Rijkswaterstaat (RWS), eine Behörde in den Niederlanden, die für den Bau und den Unterhalt von Straßen und Wasserwegen zuständig ist, schlägt für den Verkehr in Richtung Norden eine Umleitung über Volendam, die N247 und die N244 vor. In Richtung Süden verläuft die Umleitungsstrecke über Wormerveer, die N244 und die N246.

Schwerwiegende Folgen für den Güterverkehr

Nach Ansicht der Organisation hat die neue Beschränkung schwerwiegende Folgen für den Güterverkehr. Denn die A7 ist die einzige Autobahnverbindung zwischen Amsterdam und dem Kop van Noord-Holland.

Im Jahr 2019, dem letzten Jahr vor der COVID-19-Pandemie, fuhren werktags durchschnittlich rund 4.300 LKW in beide Richtungen. Ein großer Teil von ihnen wird jetzt auf Umleitungsstrecken ausweichen müssen, die mindestens doppelt so lange Fahrtzeiten erfordern. – erklärt die Organisation.

„TLN ist von dieser Einschränkung völlig überrascht. Der Berufsverband berät gemeinsam mit RWS und hofft, schnell Aufschluss über die mögliche Instandsetzung der Fahrbahn und ihre Freigabe für den Schwerlastverkehr zu bekommen.” heißt es im Kommuniqué von TLN.

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