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In Großbritannien, Deutschland und Polen sieht es nicht besser aus. Der Transport wird teurer, somit werden auch die Warenpreise weiter steigen.

Nach Angaben der Generaldirektion für Straßenverkehr in Spanien (DGT) wurden im vergangenen Jahr rund 253.000 Fahrer mit einem Führerschein der Klasse C und C+E verzeichnet. Fast 32 Tausend von ihnen waren zwischen 60 und 64 Jahre alt, 40.000 gehörten zu der Altersgruppe 55-59 und ca. 42.000 waren im Bereich 50-54 Jahre. Insgesamt 72 Prozent Fahrer haben die Altersgrenze von 50 Jahren überschritten.

Spanien ist aber keine Ausnahme in Europa – mit ähnlichen Problemen haben auch andere in der EU zu kämpfen.

Deutschland

In Deutschland wird das Problem des Personalmangels im Verkehrswesen seit Jahren immer gravierender. Junge Fahrer werden vermisst, die Ältesten werden bald in Rente gehen. Deutsche Verkehrsverbände schlagen Alarm.

In den nächsten 15 Jahren werden 2/3 der Fahrer in den Ruhestand gehen, sagt Markus Olligschläger vom DSLV-Verband.

Von den 1,5 Millionen Fahrern, die 2016 eine Fahrerkarte besaβen, sind über eine Million über 45 Jahre alt.

Nach Angaben des ehemaligen Chefs des BGL (Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung), Dirk Engelhardt, kann auf die derzeitige Situation in der Branche auch die Abschaffung der Wehrpflicht Einfluss haben. Dank der  Bundeswehr wurden früher jährlich 15.000 LKW-Fahrer ausgebildet.

Groβbritannien

Der Personalmangel in der britischen Transportbranche wächst mit einer Rate von 50 Fahrern pro Tag – informiert die Zeitung „”The Sun””. Derzeit liegt das Durchschnittsalter eines britischen Truckers bei 55 Jahren. Im Jahr 2015, als es noch 53 Jahre betrug, waren 13 Prozent der Fahrer über 60 und nur 2 Prozent unter 25 Jahre alt.

In Großbritannien, wie in anderen europäischen Ländern fehlt es an Nachwuchskräften,  die die Industrie ankurbeln und in Ruhestand gehende Trucker ersetzen könnten. Die Hauptgründe für das mangelnde Interesse am Beruf des Fahrers sind hohe Ausbildungskosten, schwierige Arbeitsbedingungen und das schlechte Image des Berufs.

Laut „The Sun” sind britische Spediteure derzeit auf rund 60.000 ausländische Fahrer angewiesen, denn nur so können sie ihre Flotte und die Geschäftstätigkeiten auf dem aktuellen Niveau  halten.

Polen

In Polen fehlen 100.000 Fahrer – dies sind Ergebnisse des Berichts „”Arbeitsmarkt für Kraftfahrer in Polen””, der von PricewaterhouseCoopers in Zusammenarbeit mit der Arbeitgeberunion „Transport und Logistik Polen” erstellt wurde. Diese Berufsgruppe zeichnet sich durch ein hohes Durchschnittsalter aus – der größte Anteil entfällt auf Fahrer im Alter von 45-50 Jahren.

Gleichzeitig nimmt der Zuwachs an Berufsführerscheinen Jahr für Jahr ab. 2006 waren es ca. 300.000 und 2011 nur noch 48.000.

Fast 20 Prozent der Transportunternehmen spüren einen ständigen Mangel an Fahrern, und bis zu 60 Prozent haben vorläufige Probleme, einen Mitarbeiter zu finden. Da die Nachfrage nach Transportdienstleistungen steigt, wird die Zahl der freien Stellen steigen, wird dies , wie bereits in Westeuropa, zu steigenden Frachtraten führen.

Zwar werden auf dem Markt private Initiativen, wie die TransJobs-Plattform oder das Polnische Straβentransport Institut, geschaffen, die Unternehmen bei der Rekrutierung von Fahrern unterstützen sollen, dies ist jedoch immer noch nicht genug, um die Bedürfnisse der Branche zu befriedigen.

Fahrermangel = Preiserhöhung

Die Unternehmen haben bereits den Personalmangel im Transportsektor zu spüren bekommen. Die Preise für Transportdienstleistungen sind schon in ganz Europa gestiegen. Weitere Unternehmen aus der Branche informieren über Preissteigerungen in Höhe von 4-4,5 Prozent. Es ist unter anderem die Rede von Hermes Deutschland, GO! Express & Logistics, und Deutsche Post DHL Group , die sich für Preiserhöhungen für ihre Kunden vor allem im Hinblick auf Investitionen in Mitarbeiter entschieden haben.

Fot: Trans.INFO

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