Trans.INFO hat Anfang April eine Umfrage unter Vertretern der Transportbranche in Deutschland zu den gegenwärtigen Auswirkungen der Corona-Krise auf deren Unternehmen durchgeführt. Die Umfrage hat ergeben, dass rund 87 Prozent der befragten Unternehmen einen Rückgang der Aufträge verzeichneten.

Vom 1. bis zum 8. April hat Trans.INFO Unternehmen aus der Transportbranche nach den aktuellen Auswirkungen der Corona-Krise befragt. An der Umfrage haben 246 Vertreter des Transportgewerbes teilgenommen. Der Großteil der Befragten waren kleine Unternehmen mit einer Flotte von 2 bis zu 10 Fahrzeugen (61 Prozent aller Befragten).

Deutlicher Rückgang der Transportaufträge

Eher kein überraschendes Ergebnis der Umfrage war, dasd 61,8 Prozent der Unternehmen von einem deutlichen Rückgang der Transportaufträge berichteten und 25,2 Prozent besagten, dass die Zahl der Aufträge eher gesunken ist.

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Rund 70 Prozent (41,8 Prozent deutlich gesunken, 25, 8 Prozent eher gesunken) bestätigten, dass die Frachtpreise gefallen sind. Gleichzeitig berichteten 52,1 Prozent,  dass sich die Zahlungsfristen für die Aufträge verlängert haben.

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Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus hat sich rund die Hälfte der befragten Unternehmen auch gezwungen gesehen, die LKW-Routen neu einzuplanen.

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Verzichtet haben die befragten Firmen insbesondere auf Fahrten in Länder, die als Coronavirus-Hotspots gelten: Italien, Spanien, Frankreich und Portugal. Anstattdessen wurde teilweise der Inlandsverkehr intensiviert.

Auch scheint sich das Problem des Fahrermangels leicht bemerkbar zu machen: 32 Prozent der Unternehmer haben  berichtet, dass sie vor der Herausforderung stehen arbeitsfähige Fahrer zu finden.  Obwohl die Mehrheit der Befragten die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen erhöht hat, ist die Angst vor der Ansteckung mitunter einer der Gründe, warum LKW-Fahrer nicht mehr fahren wollen.

Wirtschaftliche Aussichten bleiben trüb

Die Zukunft ist weiterhin für viele Unternehmen schwer absehbar. Die Umfrage hat definitiv ergeben, dass Stimmung in den Chefetagen schlecht und die Erwartungen pessimistisch sind.  Laut Umfrage erwarten 53,7 Prozent der Befragten Liquiditätsprobleme, 33,3 Prozent haben diese jetzt schon.

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Wenig optimistisch sind auch die Erwartungen in Hinblick auf die Zukunft: 30, 5 Prozent gehen davon aus, dass sich die Lage deutlich verschärfen wird, 45, 9 Prozent sind der Meinung , dass sich die Lage eher verschlechtern wird.

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Aus dem Grund sind 66,7 Prozent der Befragten entschlossen staatliche Hilfe in Form des umfassenden Maßnahmenpakets zur Bekämpfung der Folgen des Coronavirus  in Anspruch zu nehmen.

Foto: Pixabay

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