Am 15. Juli wurde in Russland ein System eingeführt, das den Transit von Embargowaren ermöglicht. Die Beförderung ist sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene möglich.

Russland hat im Juli letzten Jahres offiziell den Transport der in der Sanktionsliste aufgeführten Frachten erlaubt. Es gab aber eine wichtige Bedingung: Verwendung von Verfolgungsgeräten, d.h. Navigationsplomben (Zollplomben).

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Im Dezember 2019 wurden entsprechende Anforderungen veröffentlicht sowie der Montage- und Demontageprozess solcher Geräte genehmigt. Theoretisch ist der Transit daher seit einem Jahr möglich, aber erst jetzt hat Russland ein staatliches System zur Verfolgung des Güterverkehrs mithilfe elektronischer Navigationsplomben (digitaler Zollplomben) eingeführt.

Dies bedeutet, dass der Transitverkehr per Lkw und Schiene ab dem 15. Juli 2020 offiziell über Russland in Drittländern durchgeführt werden darf.

Als Betreiber der Navigationsplomben gilt eine Tochtergesellschaft von RT Invest, dem Betreiber des staatlichen Mautsystems Platon. Die entsprechenden technischen Anlagen werden an 20 Straßen- und 10 Bahnübergängen installiert und deinstalliert.

Daten zu Frachtrouten sind für Spediteure und Versender auf der Website des Betreibers verfügbar – crcp.ru (englische und russische Sprachversion). Die Kontroll- und Aufsichtsbehörden verfolgen fortlaufend den Transport von Gütern, für die Sanktionen bis zum 31. Dezember 2020 verlängert wurden.

Die Infrastruktur des Platon-Systems, das alle russischen Bundesstraßen umfasst, wird auch zur Überwachung des Verkehrs verwendet. Nach Berechnungen des russischen Verkehrsministeriums wird sich die Anzahl der Transporte im Schienen- und Straßenverkehr durch die Einführung der Navigationsplomben für Lkw auf 82.000 Beförderung belaufen.

Das Ministerium stellte außerdem fest, dass die Route durch das Gebiet der Föderation kürzer ist, was die Lieferkette erheblich beschleunigen und rationalisieren wird. Nach Berechnungen internationaler Transportunternehmen ist jeder Transport, der Russland umgehen muss, um mehr als 5.000 Dollar teurer.

Liste der Grenzübergänge, an denen die Plomben installiert und deinstalliert werden:

Grenze zu Finnland – Torfyanovka (Oblast Leningrad). – Brusnichnoe

Grenze zu Lettland: – Burachki – Ubylinka

Grenze zur Ukraine: – Krupets – Sudscha – Troebortnoe – Nekhoteyevka – Novy Yurkovichi

Grenze zu Estland: – Ivangorod

Grenze zu Weißrussland: – Krasnoye – Rudnja – Krasny Kamen

Grenze zu Kasachstan: – Maschtakovo – Bugristoe – Petuchowo – Veseloyarsk

Grenze zur Mongolei: – Kyachta

Grenze zu Georgien – Verkhniy Lars

Grenze zu Aserbaidschan – Jarag-Kazmaljar

Bahnübergänge Buslovskaya Pechory Sebesch Smolensk-Sort Belgorod Ozinki Ileck-1 Orsk Kartaly Zabajkalsk Schelesnodoroschnaja (Oblast Moskau)

Foto: crcp.ru

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