Der Eigentümer der Marke Iveco hat die Gespräche über den Verkauf des Lkw-Herstellers an den chinesischen Konzern FAW wieder aufgenommen. In der letzten Gesprächsrunde boten die Chinesen 3 Milliarden Euro für die italienische Marke an.

Nach einer mehrmonatigen Pause hat die CNH Industrial Group wieder Verhandlungen mit Chinas größtem Automobilkonzern FAW über den Verkauf der Marke Iveco aufgenommen, berichtet Reuters.

Der Sprecher des Konzerns CNH Industrial bestätigte gegenüber der Agentur, dass die beiden Seiten die Gespräche wieder aufgenommen haben, nannte aber keine Details.

„Über Umfang und Art der Zusammenarbeit ist noch keine Einigung erzielt worden” – sagte der Pressesprecher. Er fügte hinzu, dass alle Informationen „rechtzeitig” zur Verfügung gestellt werden würden.

Die bisherigen Gespräche wurden Ende September 2020 abgebrochen. Damals lehnten die Iveco-Eigentümer die von dem chinesischen Konzern vorgeschlagenen 3 Milliarden Euro mit dem Argument ab, dass sie nicht den Wert der Marke widerspiegeln.

Die Übernahme von Iveco würde für die Chinesen den Zugang zum Lkw-Markt vor allem in Europa, aber auch in Australien und Südamerika bedeuten. Die italienische Marke würde einen starken Partner mit einer starken Position in Asien (aber auch in Russland und Südafrika) und großen finanziellen Ressourcen gewinnen. Außerdem hat FAW bereits einige Verbindungen zu Italien. Der von dem chinesischen Unternehmen produzierte FAW J7-LKW wurde in Italien entwickelt.

Im Jahr 2019 kündigte der CNH-Konzern den Plan an, sein Automobil-Vermögen aufzuspalten und die Lkw- und Busfertigung sowie den Motorenbereich zu verkaufen.

Nach Informationen von Reuters war CNH Ende letzten Jahres in Gesprächen über den Verkauf von Iveco an ein anderes chinesisches Unternehmen, den Industriekonglomerat Shandong Heavy Industry Group. Eine Quelle sagt, Shandong habe 3,5 Milliarden Euro geboten, sei aber von FAW überboten worden, das nun in die Gespräche zurückkehrt.

Die Marke Iveco ist von einer anderen italienischen Marke, Fiat, abgeleitet, die Lkw herstellt. Die beiden Marken arbeiten eng zusammen.

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