Transportunternehmen zu hoher Geldstrafe wegen Fehlverhalten seiner Fahrer verurteilt

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Ein dänisches Gericht hat ein Unternehmen aus Lettland wegen wiederholter Verstöße seiner Fahrer gegen die Beförderungsbestimmungen zur Verantwortung gezogen und eine hohe Geldstrafe verhängt. Die LKW-Fahrer hatten sich bereits für die Verstöße verantworten müssen.

Transportunternehmen zu hoher Geldstrafe wegen Fehlverhalten seiner Fahrer verurteilt
Foto: Pixabay.com/CC0

Ein Transportunternehmen aus Lettland wurde von einem Gericht in Roskilde zu einer Geldstrafe von 450.000 Dänische Krone (umgerechnet rund 60.500 Euro) verurteilt. Das Unternehmen wurde als Arbeitgeber unter anderem für Verstöße gegen die Ruhezeitvorschriften durch mehrere seiner Fahrer verantwortlich gemacht, so die dänische Polizei in einer offiziellen Mitteilung.

Der Hintergrund dieses Falles begann im Oktober 2020, als eine Verkehrsstreife der Polizei von Mittel- und Westseeland routinemäßig einen lettischen Lkw auf der Autobahn Køge Bugt bei Karlslunde anhielt. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die Karte eines anderen Fahrers in den Fahrtenschreiber eingesetzt war. Im Gegenzug fanden die Beamten die Karte des Fahrers in Alufolie eingewickelt unter dem Teppich im Führerhaus des LKW.

Die Ermittlungen ergaben, dass insgesamt drei Fahrer, die für das Transportunternehmen tätig waren, wiederholt die Fahrerkarten anderer Personen benutzt und die Arbeits- und Ruhezeitvorschriften nicht eingehalten hatten, so die Polizei.

Auf dieser Grundlage stellte das Gericht fest, dass besonders erschwerende Umstände vorlagen, und verurteilte den Arbeitgeber zu einer Geldstrafe von 450.000 DKK. Das lettische Unternehmen bekannte sich während des Prozesses nicht schuldig, da es sich nicht für die von den Fahrern begangenen Verstöße verantwortlich fühlte.

Zwei der drei Lkw-Fahrer des lettischen Transportunternehmens standen bereits vor Gericht. Einer wurde zu einer Geldstrafe von 74.000 DKK (knapp 10.000 Euro) und einer 30-tägigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt, der andere zu einer Geldstrafe von 67.500 DKK (ca. 9.000 Euro) und einer 20-tägigen Haftstrafe auf Bewährung.

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