Nach Erfolgen auf dem US-Markt will Amazon jetzt auch den europäischen KEP-Markt erobern. Der Online-Riese  hat einen neuen Dienst für Großbritannien vorgestellt: das Unternehmen will  jetzt auch Sendungen von externen Händlern zu wettbewerbsfähigen Preisen zustellen.

Amazon Shipping heißt der neue Dienst. Das Unternehmen will externe Händler für sich gewinnen und jetzt auch fremde Pakete zustellen. Vor zwei Jahren hatte das  Unternehmen beschlossen sich von externen KEP-Dienstleistern unabhängig zu machen und Lieferungen für Kunden der Plattform selbstständig zu realisieren. Der Dienst wurde vorerst auf dem US- amerikanische Markt gelauncht. Ein Jahr danach hat Amazon die Lieferungen auf der letzten Meile in Deutschland übernommen. Jetzt will das Unternehmen eine Offensive in Großbritannien starten.

Einführung von Amazon Shipping, unserem Premium-Versandservice für E-Commerce-Einzelhändler in Großbritannien. Wir können Ihre Pakete an sieben Tagen in der Woche abholen und an Ihre Kunden ausliefern, kommentiert Amazon-Manager Freddie Coleridge den neuen Service.

 

 

Der neue Dienst zeigt, dass Amazon sein Logistikgeschäft  kontinuierlich und konsequent weiterentwickelt und sich dem Wettbewerb mit anderen KEP-Dienstleistern darunter Royal Mail stellen will. Das Unternehmen will mit wettbewerbsfähigen Preisen punkten und betont vehement, dass keine zusätzlichen und versteckten Gebühren etwa für Lieferungen am Wochenende oder in Stoßzeiten erhoben werden.

Wird Amazon in Europa ähnliche Erfolge erleben wie in den USA?

In den USA  ist Amazon Logistics nur zwei Jahre nachdem das neue Liefermodell gelauncht wurde nach FedEx, UPS und dem US-Postdienst zum viertgrößten amerikanische Dienstleister avanciert. Nur im vergangenen Jahr hat der Online-Riese weltweit 3,5 Milliarden Pakete ausgeliefert ( FedEx 3,9 Milliarden Pakete, UPS 5,5 Milliarden Pakete USPS 6,2 Milliarden Pakete).

Prognosen der Investmentbank Morgan Stanley aus dem Jahr 2019  zufolge wird Amazon Logistics bis 2022 in den USA bis zu 6,5 Milliarden Pakete pro Jahr ausliefern. Dies übertrifft die Prognosen für UPS und FedEx , die sich  jährlich auf jeweils 5 Milliarden und 3,4 Milliarden Sendungen belaufen.

Foto: Amazon

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