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Der für kommenden Montag geplante „Brenner-Gipfel” findet nicht statt. Zum Treffen kommt es wahrscheinlich erst am 13. Januar, erfuhr das Online-Portal dvz.de. Ziel sei es, eine Lösung für die Verkehrssituation am Brenner zu finden. Tirol führt seit einiger Zeit die Lkw-Blockabfertigung an der Grenze in Kufstein durch.

Die nächste Blockabfertigung ist für Montag, 8. Januar, ab 5 Uhr geplant. Am Checkpoint Kufstein-Nord auf der A12 Inntalautobahn werden dann pro Stunde maximal 300 Lkw Richtung Brenner durchgelassen.

Ziel der Blockabfertigung ist, den Verkehr auf den Transitstrecken zu begrenzen. Dagegen protestiert Deutschland, insbesondere Bayern, weil es dort zu kilometerlangen Rückstaus von Lastwagen führt.

Wie die „Tiroler Tageszeitung” berichtete, teilte EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc den Deutschen mit, dass die Blockabfertigungen geltendem EU-Recht nicht widersprächen. „Es handle sich keineswegs um eine systematische Beschränkung des Schwerlastverkehrs auf Tiroler Autobahnen, weil die Maßnahme auf Zeiträume erhöhten Aufkommens an Schwerlastverkehr an Tagen nach Feiertagsfahrverboten beschränkt ist”.

„Man muss gemeinsame Lösungen zu finden”

Bulc fordert Deutschland und Österreich dazu auf, gemeinsame Lösungen zu finden. „Es gibt sicherlich bessere Wege, das erhöhte Verkehrsaufkommen entlang des Brennerkorridors an Tagen nach Fahrverboten zu steuern”, hebt sie hervor.

Laut Verkehrsclub Österreich ist der Lkw-Verkehr auf der Inntalautobahn A12 zwischen Januar und November je nach Abschnitt um sechs bis sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen . Im Schnitt waren es über drei Millionen Lkw.

Eigentlich sollte der „Brenner-Gipfel” noch vor Weihnachten in München stattfinden, aber er wurde auf den 8. Januar verlegt. Jetzt ist aber klar, dass auch an diesem Tag nicht zu den Gesprächen kommt.

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