Eine Reifenpanne ist ein lästiger Vorfall für LKW- Fahrer – und zugleich brauchen sie in dem Moment schnelle Hilfe. In der aktuellen Coronavirus-Krise ist es noch wichtiger für sie, dass sie schnelle Unterstützung und Informationen darüber erhalten, was dann zu tun ist, gerade weil sie eine besondere Rolle bei der reibungslosen Lieferung dringender benötigter Güter einnehmen. Besonders bei grenzüberschreitenden Fahrten können sich Fahrer verlassen fühlen im Falle einer Panne und sollten die Notfallprotokolle kennen, welche sie dann befolgen müssen.

Als Antwort auf dieses Problem hat Continental, Technologieunternehmen und Hersteller von Premium-Reifen, Informationen für Fahrer und Flottenbetreiber über die unterschiedlichen Bestimmungen für reifenbedingte Pannenregulierungen und Notfallmaßnahmen für LKW und Busse in 24 europäischen Ländern zusammengestellt.

Continental weist darauf hin, dass in manchen Ländern besondere Auflagen und Protokolle befolgt werden, wie zum Beispiel: In den Niederlanden bewertet die zuständige Behörde Rijkswaterstaat die Situation mit Überwachungskameras oder durch ihre Autobahnfahrzeuge und ruft dann einen Abschleppwagen oder zusätzliche Hilfe herbei, sofern nötig.

In Frankreich müssen die Fahrer selbst (und nicht das Speditionsbüro) den SOS-Knopf drücken, um die Autobahnbetreiberfirma zu benachrichtigen; nur wenn der SOS-Knopf nicht funktioniert, darf der Fahrer direkt die Polizei anrufen. Das Flottenbüro darf die Autobahnfirma nicht über die Panne benachrichtigen. Und für Teilabschnitte von schwedischen Europastraßen (E4, E16, E18, E20) besagt das Gesetz, dass ein Mobiler Anpralldämpfer ausrücken muss, um das liegengebliebene Fahrzeug abzusichern.

Die Übersicht ist hier als PDF-Datei abrufbar.

Was zu tun ist im Falle einer Reifenpanne

Continentals Übersicht der europäischen Pannenverordnungen zeigt – Land für Land – wann Fahrer oder Flottenmanager die Polizei oder Dritte involvieren sollten, wer den Anruf absetzen muss, Beschränkungen bei der Bereifung, die länderspezifischen Behörden, und wie Conti360° Drittkosten für die Flotten verauslagt, falls welche entstehen. Außerdem empfiehlt Continental die folgenden Maßnahmen generell im Falle einer Panne zu unternehmen, welche übrigens auch für PKW-Fahrer gelten:

  • Anhalten auf dem Standstreifen und Warnblinker anmache
  • Reflektierende Warnweste anziehen
  • Warndreieck 50 Meter (100 – 150 Meter auf Autobahn) hinter dem Fahrzeug aufstellen
  • Schutz suchen hinter der Leitplanke und die Polizei benachrichtigen oder Unterstützung durch Dritte einholen.

Foto:Continental

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