Während des von der dänischen Polizei durchgeführten Ermittlungsverfahrens wurden zahlreiche illegale Kabotageoperationen eines deutschen Unternehmens aufgedeckt. Es kann zu einer Rekordstrafe gegen den unehrlichen Frachtführer kommen.

Die dänische Polizei in Zentral- und Westseeland hatte seit einiger Zeit eine Vermutung, dass ein deutsches Unternehmen illegale Kabotageoperationen in Dänemark durchgeführt hat. Das am vergangenen Montag eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen die dänische Niederlassung eines deutschen Transportunternehmens in der Gemeinde Aabenraa bestätigte den Verdacht und ergab regelmäßige Verstöße gegen die Kabotagevorschriften. Dies teilte die dänische Polizei mit.

Im Laufe des Ermittlungsverfahrens wurden zwei Lastwagen des deutschen Transportunternehmens sichergestellt. 

– Seit einiger Zeit haben wir vermutet, dass dieses Unternehmen zu viele Fahrten in Dänemark durchführte. Unsere Ermittlung ergab, dass manche in Dänemark gemeldeten Lastwagen bis zu 20 Kabotageoperationen realisierten, obwohl maximal drei innerhalb einer Woche zulässig sind. Aus diesem Grund haben wir eine Durchsuchung der Niederlassung angeordnet und ausländische Lastwagen lahmgelegt, um illegale Praktiken nachzuweisen, so Henrik Fobian, Polizeikommissar von Tungvognscenter (Abteilung für Nutzfahrzeuge) in Zentral- und Westseeland.

Eine sehr hohe Geldstrafe

Während der Durchsuchung wurden Dokumente gefunden, die 150 Kabotageoperationen bestätigen, unter denen viele in vier oder mehreren Blöcken durchgeführt wurden. 

Laut Fobian kann in diesem Fall eine Geldstrafe in Höhe von einer Million dänischer Kronen (umgerechnet rund 135 000 Euro) verhängt werden. Um die künftige Zahlung des Geldstrafe zu gewährleisten wurden zwei Lastwagen sichergestellt.

Foto: Twitter.com/Rigspoliti

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