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In der sachsen-anhaltischen Kriminalpolizei wurde im Rahmen des Cargo-Projekts eine neue Gruppe von Ermittlern geschaffen, die gegen die wachsende Welle von Ladungsdiebstählen in der Region und im ganzen Land vorgehen wird. Wird sich die Situation in Deutschland endlich verbessern?

Über die Gründung des Projekts und der Sondergruppe „”Cargo”” hat diese Woche Guido Sünnemann, Leiter der Kriminalpolizei des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, informiert. Das Ziel der Gruppe ist es, kriminelle Organisationen zu erreichen, die hinter den Frachtdiebstählen stehen.

„Cargo” besteht aus einem Expertenteam zur Bekämpfung von organisierter Kriminalität, Wirtschaftskriminalität und Korruption. Das Projekt enthält auch einen Aktionsplan für alle Bundesländer.

Die Polizei hat das Thema der Frachtdiebstähle verschlafen

Unternehmer in Deutschland kritisieren seit Jahren, dass die Polizei aus verschiedenen Bundesländern in Sachen Frachtdiebstahl nicht kooperiert. In jeder Region ist eine andere Organisationseinheit für diese Art von Kriminalität verantwortlich, und die Länder tauschen nicht einmal Informationen über den Diebstahl von Gütern aus Lastkraftwagen aus. Daher fehlen Statistiken und die Summe der jährlichen Verluste, die durch Diebe und Plünderer verursacht werden (der Verband der deutschen Versicherungsanstalten schätzt, dass diese Verluste ca. 2,2 Milliarden Euro pro Jahr betragen).

Sünnemann betonte während des Treffens in der Wirtschaftskammer Nürnberg mit der SGKV (Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr) und Vertretern der Bayernhafen-Gruppe, dass „die Polizei das Thema von Frachtdiebstählen verschlafen hat”. Daher wird es notwendig sein, nicht nur die Aktivitäten im Bereich der Verbrechensbekämpfung zu verbessern. Viel Arbeit erfordert auch der Informations- und Dokumentenverkehr zwischen den Dienststellen in allen Bundesländern.

Lösungen im Rahmen von „Cargo”

Laut Sünnemann erfreuen sich Diebe an den organisatorischen Turbulenzen, die derzeit in der Polizei herrschen.

Seine Projektgruppe drängt nun darauf, dass in jedem Bundesland nur ein Staatsanwalt für diese Art von Verbrechen verantwortlich ist und die Ermittlungen zum Frachtdiebstahl in jedem Bundesland von den Kriminalpolizeiämtern übernommen werden (wie in Sachsen-Anhalt). – Nur so können Personen gefunden werden, die hinter den organisierten Gruppen stehen, und nicht nur die kleinen Fische – erklärte Sünnemann.

Die Chancen für eine solche Struktur in allen Bundesländern sind groβ – lesen wir auf dem Verkehrsportal verkehrsrundschau.de, insbesondere, weil das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) auf die Frachtdiebstahlbekämpfung Druck ausübt.

Fot: pixabay.com

 

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