Der Logistikdienstleister DB Schenker reagiert auf die Ankündigung von A.P. Moeller-Maersk die Marke Damco und das Full-Container-Load-Geschäft (FCL) als NVOCC einzustellen. Das Unternehmen bietet Kunden des Mitbewerbers ein Stabilitäts-Paket.

DB Schenker hat jüngst ein Stabilitäts-Paket für Kunden des Mitbewerbers Damco beschlossen. Dieses ist eine Reaktion auf die Ankündigung von A.P. Moeller-Maersk die Marke Damco und das Full-Container-Load-Geschäft (FCL) als NVOCC einzustellen. DB Schenker bietet den betroffenen Unternehmen unter anderem abgeschlossene Servicevereinbarungen mit Damco über Laufzeiten von bis zu zwei Monaten zu denselben Konditionen zu übernehmen.

Stabile Verhältnisse versprechen stabile Lieferketten, dafür steht DB Schenker. Das letzte, was Verlader derzeit brauchen, ist weitere Verunsicherung. Wir machen ein Angebot an alle, die jetzt langfristige Sicherheit und Zuverlässigkeit suchen. Unsere Kundenberater sind ab sofort ansprechbar, kommentierte Thorsten Meincke, Vorstand für Luft- und Seefracht bei DB Schenker den Beschluss.

27.000 Arbeitsplätze sind betroffen

Letzte Woche hat die dänische Reederei Maersk die Umstrukturierungen des Konzerns angekündigt. Bereits 2017 hat das Unternehmen seine Öl- und Gasanlagen an Total verkauft. Nun sollen im Rahmen der Umstrukturierung das Damco-Speditionsgeschäft und die auf Afrika ausgerichtete Gesellschaft Safmarine bis Ende des Jahres geschlossen werden. Hamburg Sud, von Maersk in 2016 angekauft, soll  weiterhin als eigenständige Marke fingieren, doch auch in dem Fall wird das Backoffice in die Strukturen der Reederei integriert.

Die Meldung hat für Unruhe in der Branche gesorgt. Für viele Mitarbeiter bedeutet der Umbau Entlassungen oder einen Positionswechsel. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 80.000 Mitarbeiter. Von den Änderungen könnten etwa 27.000, also ein Drittel, betroffen sein. Für den kommenden Monat ist eine Treffen mit den Gewerkschaften geplant.

Foto:Maersk

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