Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat vor einigen Tagen eine Förderrichtlinie vorgestellt, anhand der energieeffiziente und CO2-arme LKW mit jährlich 10 Millionen gefördert werden sollen. Unternehmer werden die Anträge voraussichtlich schon ab Juli beim Bundesamt für Güterverkehr 2018 stellen können.

Wir wollen Speditionen dabei unterstützen, auf umweltfreundliche LKW umzusteigen. Von dem Umstieg profitieren alle – die Speditionen, die Umwelt und die Anwohner besonders belasteter Straßen, sagte Scheuer.

Förderfähig sind LKW und Sattelzugmaschinen mit Erdgas- oder Flüssiggasantrieb sowie für den Güterverkehr bestimmte Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge. Unternehmen können Zuwendungen für mehrere Fahrzeug beantragen, jedoch darf die Höhe der Förderung pro Unternehmen eine halbe Million Euro nicht überschreiten.  Zudem will Scheuer noch einen zusätzlichen Anreiz zum Umstieg geben und plant Elektrofahrzeuge vollständig von der Maut zu befreien.

DSVL zeigt sich zuversichtlich

Unternehmen und Organisationen aus der Transportbranche haben die Initiative des Bundes vorerst befürwortet und hoffen, dass der Einsatz von Elektro-LKW vorangetrieben wird. Zugleich betonen sie aber auch, dass, damit sich der finanzielle Aufwand lohnen kann, das Angebot der alternativen Antriebe erweitert werden muss.

Einen nachhaltigen Effekt wird die Förderrichtlinie aber erst dann entfalten, wenn die Fahrzeugindustrie auch förderfähige Lkw in ausreichender Zahl herstellt – so DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster in der Pressemitteilung. Die Förderzuschüsse von bis zu 12.000 Euro für gasbetriebene und bis zu 40.000 Euro für elektrisch betriebene Fahrzeuge über 7,5 Tonnen können zumindest dazu beitragen, dass sich die Branche aus ihrer Abhängigkeit vom Diesel lösen kann.

Foto:www.daf.com

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