Im Rahmen der laufenden Vorbereitungen für Brexit führt Eurotunnel Le Shuttle Freight einen neuen Service mit dem Namen „Eurotunnel Border Pass” ein, der, wie es heißt, ab 2021 den Grenzübertritt erleichtern wird.

Nach Angaben von Eurotunnel werden über den Border Pass Informationen, die für den Grenzübertritt benötigt werden, zwischen dem Spediteur und Eurotunnel sowie zwischen Eurotunnel und den Grenzbehörden ausgetauscht. Der Dienst ist sicher und digitalisiert, und der Lkw-Fahrer muss bei der Ankunft an der Grenze nicht einmal die Fahrerkabine verlassen oder irgendwelche Dokumente vorlegen.

Eurotunnel beschreibt den Border Pass als eine „virtuelle Brieftasche”, in der Frachtkunden alle Informationen speichern können, die erforderlich sind, um einem Lkw den Grenzübertritt nach dem 1. Januar 2021 zu erleichtern. Dazu gehören Zollerklärungen für die transportierten Güter sowie die sanitären und phytosanitären Zeugnisse und Fahrzeugdaten (Zulassungsnummer) in einer Form, die sowohl für die britischen als auch für die französischen Behörden akzeptabel ist.

Wie funktioniert es?

Sobald der Lkw am Eurotunnel-Terminal ankommt, fährt er in einen „Pit-Stop”, was laut Eurotunnel „ein wesentlicher Schritt” für die 5.000 Lkw ist, die täglich an Bord von Le Shuttle Freight transportiert werden. Sobald der Lkw im Pit-Stop angekommen ist, wird das Kennzeichen automatisch mit Hilfe einer angeschlossenen Technologie erfasst, die im gesamten Terminal installiert ist. Mit einem Swipe am Mobiltelefon wird bestätigt, dass die Dokumente des abgefertigten Lastwagens in Ordnung sind.

Verbindung mit den Behörden

Laut Eurotunnel ist die virtuelle Brieftasche auch in das Ökosystem aller britischen und EU-Behörden integriert. Nach der Durchfahrt des Lastwagens werden die in der virtuellen Brieftasche enthaltenen Informationen sicher an jede der zuständigen Behörden geschickt: HMRC, DEFRA im Vereinigten Königreich und die Zoll (DGDDI) und das Landwirtschaftsministerium (DGAL) in Frankreich.

Christian Dufermont, der Frachtdirektor von Eurotunnel, glaubt, dass das System Spediteuren und LKW-Fahrern die „schnellste und einfachste” Möglichkeit bietet, die Grenze nach Großbritannien mit ihren Waren zu überqueren.

Unsere Kunden wissen, dass der 1. Januar 2021 ein Tag des Wandels sein wird. Wir haben den Eurotunnel Border Pass geschaffen, um ihnen den Grenzübertritt so weit wie möglich zu vereinfachen, und sie haben ihn begeistert aufgenommen. In den letzten vier Jahren hat sich unser Ziel nicht geändert: Wir wollen unseren Kunden weiterhin den schnellsten und einfachsten Weg bieten, den Kanal mit Waren zu überqueren, egal unter welchen Umständen.”

Foto: Ed Clayton / Wikimedia Commons

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