Die BLV pro Initiative bereitet sich auf die dritte Lkw-Demo in der Hauptstadt Deutschlands. Diesmal soll die Protestaktion der kleinen und mittelständischen Transportunternehmer zwei Tage dauern. Die Organisatoren rechnen mit 400 bis 500 Teilnehmern. Wie viele Lkw-Fahrer aber tatsächlich am 25. und 26. März in Berlin für einen fairen Wettbewerb demonstrieren werden, ist noch unklar. Bisher haben sich bei der BLV pro Initiative nur 42 Unternehmen gemeldet. Jeden Tagen werden zwar in den sozialen Netzwerken neue Aufrufe zur Teilnahme an der Demo veröffentlicht, aber bisher haben sie eher wenig Resonanz gefunden.

Bereits zum dritten Mal wollen deutsche Lkw-Fahrer gegen das Preisdumping im Transportgewerbe, unfairen Wettbewerb und mangelnde Kabotage-Kontrollen der zuständigen Behörden protestieren. Wie die Organisatoren erklären, hätten die bisherigen Demos keine befriedigenden Ergebnisse gebracht. Die Corona-Krise hätte die schwierige Lage der kleinen und mittelständischen Frachtführer noch verschärft, betonen sie. Auch das neue Mobilitätspaket hätte zu keiner Verbesserung der Lage der heimischen Transportunternehmen, die mit dem unfairen Wettbewerb weiterhin zu kämpfen haben, beigetragen.

Wie soll die Protestaktion verlaufen?

Der endgültige Ablaufplan befindet sich derzeit noch in Planung. Ein Lkw-Korso soll aber seine 2,5-stündige Fahrt durch die Innenstadt am 25. März um 10.00 Uhr starten. Überdies werden zwei besondere Haltestellen in Erwägung gezogen. Sollten es die lokalen Behörden zulassen, wollen sich Lkw-Fahrer an die Berliner Standorte von Instafreight und sennder begeben. Warum wurden ausgerechnet diese Firmen ausgewählt? Wie die BLV pro Initiative betont, unterstützen diese digitalen Spediteure die Vermittlung unterpreisiger Fracht von Verladern an zahlreiche osteuropäische Unternehmen, was sich negativ auf den Transportmarkt auswirkt.

Bisherige Resonanz hält sich in Grenzen

Obwohl in den sozialen Netzwerken immer wieder an die geplante Demo erinnert wird und neue Aufrufe als Ermunterung zur Teilnahme veröffentlicht werden, hält sich die bisherige Resonanz von Lkw-Fahrern eher in Grenzen. Einerseits behaupten viele Trucker, dass sie sich zwei Tage ohne Arbeit einfach nicht leisten können. Viele zweifeln auch am Sinn und Erfolg der dritten Demo. Einige argumentieren auch, dass man sich nicht nach Berlin, sondern nach Brüssel begeben sollte, weil die Richtlinien europäischer Politik dort beschlossen werden.

Foto: BLV pro Initiative / Facebook

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