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Das Transportvolumen und die Nachfrage nach Transportdienstleistungen nimmt zu, während die Anzahl der Fahrer und die Ladefläche abnimmt. Die Situation zwingt die Transportindustrie im Land zu recht kontroversen Aktionen.

In Deutschland fehlen 45 Tausend Fahrer. In naher Zukunft sollte man jedoch mit einem viel größeren Personalmangel in der Branche rechnen. Den lokalen Medien zufolge verlassen jährlich etwa 30 Tausend Trucker den Beruf, und es kommen nur 16 Tausend neue Mitarbeiter in der Branche hinzu.

Die Idee von Bundeskanzlerin Merkel kommt zurück

Die Marktsituation zwingt die Frachtführer, nach allen möglichen Lösungen zu suchen. Neben Konzepten wie die Alterssenkung für den Erwerb eines C+E-Führerscheins und der Einführung von Kursen und Prüfungen in einfachem Deutsch, ist die Idee von Angela Merkel auf die Tagesordnung zurückgekehrt. Es geht darum, die Lücken in der Transportbranche mit Einwanderern zu füllen.

Der Unternehmensverband Logistik Schleswig-Holstein e.V. (UVL) will zusammen mit dem Roten Kreuz den Zuwanderern den Einstieg in die Karriere eines LKW-Fahrers erleichtern. Gemeinsam mit der Schule SVG Nord organisieren sie die Initiative „Driving in Your New Future”.

Vor dem Eintritt in das Programm prüft das Rote Kreuz die Kenntnisse der deutschen Sprache und den Aufenthaltsstatus des Kandidaten. Im Gegenzug wird die SVG Nord Schule seine Fähigkeiten testen und ihn durch eine dreijährige Ausbildung führen.

Hat diese Idee Erfolgschancen?

Vor zwei Jahren wollte Merkel, dass Einwanderer sich schnell in Deutschland eingewöhnen und einen Arbeitsplatz finden. Ihrer Meinung nach ist der ideale Ort für sie … die Kabine des Lastwagens.

Ab Oktober 2016 können Fahrprüfungen in Arabisch bestanden werden. Ab diesem Zeitpunkt, wie von den Medien berichtet, nur zwischen Oktober 2016 und Februar 2017, registrierten sich 10 Tausend Immigranten für einen Führerscheinkurs.

Zu dieser Zeit gab es Meinungen, dass die Prüfungen nur der Anfang seien und bald wäre es an der Zeit, das Arabische an öffentlichen Schulen einzuführen.

Die Vorurteile gegen die Immigranten hinter dem Steuer des Lastwagens nahmen Ende 2016, nach der Tragödie in Berlin deutlich zu. Am 19. Dezember 2016 entführte ein tunesischer Flüchtling einen Lastwagen und nachdem er einen polnischen Fahrer, Łukasz Urban, erschossen hatte, fuhr er in die Menschenmenge auf einem Weihnachtsmarkt im Zentrum der Hauptstadt hinein. Es sind damals 12 Personen gestorben und über 50 wurden verletzt.

Umfrage – Was fehlt den Fahreren?

Der BGL-Transportverband geht an das Thema des Fahrermangels, wie es scheint, mit größerer Vorsicht und Systematik heran. Der Verband möchte von den Fahrern selbst erfahren, was geändert werden muss, um ihren Beruf attraktiver zu machen. Deshalb hat BGL eine Online-Umfrage (unter dem Link: www.surveymonkey.de/r/Fahrerbefragung) erstellt und Feldbefragungen organisiert.

Das Umfrageformular kann bis zum 5. Juni dieses Jahres ausgefüllt werden. Die Ergebnisse der durchgeführten Forschung werden von BGL als Ausgangspunkt für die Erstellung einer Strategie genutzt. Darüber hinaus möchte der Verband sie Brüsselern Politikern vorstellen und hofft, dass die Stimme der Industrie die Verhandlungen über das Mobilitätspaket beeinflussen wird.

In der aktuellen Debatte zum Mobilitätspaket scheinen viele der wichtigsten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Berufsverbänden zu wissen, was der Fahrer wirklich will. Bisher hat aber noch niemand die Interessenten selbst befragt – betont Dirk Engelhardt, Leiter von BGL.

Fig: wikipedia.org

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